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Power-Walking könnte der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben mit einem geringeren Risiko für Demenz und Krankheiten sein.
Neue Forschungsergebnisse zu „Super-Bewegungsfreudigen“ deuten darauf hin, dass ihr Geheimnis der Langlebigkeit darin liegt, auch nach dem 80. Lebensjahr ein zügiges Tempo beizubehalten.
Ein Neurologe verrät, wie man sich mit nur 30 Minuten täglich durch Gehen Anti-Aging-Vorteile verschaffen kann.
Als Neurologe dreht sich bei Dr. Joe Verghese alles darum, kreative Strategien für ein gesünderes Gehirn zu finden – vor allem, wenn dies dazu beiträgt, sein Trainingsprogramm zu vereinfachen. „Ich habe nicht immer Spaß am Sport oder an der Vorstellung, dass ich regelmäßig trainieren muss“, erklärte er gegenüber Business Insider.
Auf der Suche nach einem gesünderen Gehirn hat er alles ausprobiert, von Gleichgewichtstests bis hin zum Gesellschaftstanz (nachdem seine Studien ergeben hatten, dass dieser dazu beitragen könnte, Demenz vorzubeugen).
Nun strebt der Forscher an der Stony Brook University an, ein „Super Mover“ zu werden – eine seltene Gruppe von Menschen ab 80 Jahren, die für ihr Alter eine außergewöhnlich hohe Gehgeschwindigkeit aufweisen und ein einzigartig langes, gesundes Leben führen.
Seinen Studien zufolge könne anhaltende Schnelligkeit eine schützende Wirkung auf Gehirn und Körper haben, so Verghese.
Durch die Untersuchung dieser Menschen hofft er, nicht nur zu erfahren, wie sich unser Körper und Geist mit zunehmendem Alter verschlechtern, sondern auch, was wir dagegen unternehmen können. „Das Streben danach, ein ‚Fast Mover‘ oder ‚Super Mover‘ zu sein, ist eine gute Sache, denn es hat nicht nur Vorteile für das Gehirn, sondern auch für den Rest des Körpers“, sagte er.
Schnell bewegen, langsam altern
Als „Super Mover“ werden Menschen definiert, die mit jemandem Schritt halten können, der Jahrzehnte jünger ist – etwa ein 80-Jähriger, der mit der Geschwindigkeit eines durchschnittlichen 50-Jährigen geht, erklärte Verghese.
Seine jüngste Studie, die in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde, ergab, dass „Super Mover“ ein um 50 Prozent geringeres Risiko haben, kognitive Beeinträchtigungen zu entwickeln, als ihre Altersgenossen. Eine weitere seiner Studien ergab, dass „Super-Mover“ ein jüngeres biologisches Alter hatten, als es ihr chronologisches Alter vermuten ließ, und seltener an Herzerkrankungen, Depressionssymptomen und Hörverlust litten.
Zügiges Gehen wird schon seit Langem mit Langlebigkeit in Verbindung gebracht, daher war das keine Überraschung. Was jedoch faszinierend war, so Verghese, waren die Autopsieergebnisse von Menschen, die während der Studie verstorben waren. Nach dem Tod wiesen „Super Mover“ ebenso häufig altersbedingte Abnutzungserscheinungen im Hirngewebe auf wie ihre langsamer gehenden Altersgenossen. Im Durchschnitt zeigten sie jedoch zu Lebzeiten weniger Anzeichen eines kognitiven Abbaus.

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Verghese wurde durch frühere Forschungen zu „Super Agern“ – Menschen, die sich die körperliche und geistige Rüstigkeit deutlich jüngerer Menschen bewahren, was zum Teil auf glückliche genetische Veranlagung zurückzuführen ist – dazu inspiriert, nach „Super Movern“ zu suchen. Und genau wie bei den „Super Movern“ zeigen Studien zum Gehirn von „Super Agern“ im Durchschnitt ähnliche Verschlechterungsraten, jedoch mit weniger Symptomen.
Allerdings sind nur 19 Prozent der „Super Mover“ gleichzeitig „Super Ager“. Das deutet darauf hin, dass es möglicherweise mehrere Strategien gibt, um das Gehirn vor dem Altern zu schützen, so Verghese. Weitere Forschung könnte dazu beitragen, personalisierte Empfehlungen für einen Anti-Aging-Plan zu geben.
„Möglicherweise verfügen Sie über einzigartige Resilienzmechanismen, die verhindern, dass diese Auswirkungen bei Ihnen auftreten“, sagte er.
Power-Walking für ein gesundes Gehirn
Das Wichtigste ist: Man muss nicht unbedingt das große genetische Los ziehen, um ein „Super Mover“ zu sein.
Verghese fand Hinweise darauf, dass „Super Mover“ bereits vor Erreichen des 80. Lebensjahres zügig unterwegs waren. Zwar spiele die Genetik wahrscheinlich eine Rolle, doch wenn man sich schon jetzt an ein zügiges Gehtempo gewöhne, sei es wahrscheinlicher, dass man dieses beibehalte und später selbst zum „Super Mover“ werde, sagte er.
Um sich zu einem langen Leben zu gehen, sollte das Tempo laut Studien bei etwa 5 Kilometern pro Stunde liegen – und schneller ist möglicherweise noch besser.
Strebt mindestens 30 Minuten pro Tag an, entsprechend der von den CDC empfohlenen 150 bis 300 Minuten moderater körperlicher Aktivität pro Woche. „Ihr müsst die 30 Minuten nicht am Stück absolvieren. Ihr könnt sie aufteilen. 10 Minuten sind besser als gar keine“, sagte Verghese.
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