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K-Pop-Fans haben 2026 einen ungewöhnlichen Anstieg der physischen Albumverkäufe ausgelöst – das zeigt Luminates Halbjahresbericht. Fans von BTS, Enhypen und Ateez strömten in Scharen in Läden wie Target und Walmart, um die Alben ihrer Lieblingskünstler zu kaufen. Besonders deutlich schlägt sich das bei CD-Verkäufen nieder, die in diesem Jahr um 16 Prozent gestiegen sind; K-Pop-Alben machen dabei knapp 10 Prozent aus.
BTS‘ „Arirang“ hat bislang 567.000 CDs verkauft, Enhypens „The Sin: Vanish“ kam auf 286.400 und Ateez‘ „Golden Hour: Part 4“ auf 263.000 Exemplare. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass rund die Hälfte der Gen-Z- und Millennial-Käufer, die CDs erwerben, gar keinen CD-Player besitzt – die Silberscheibe hat sich für viele zum erschwinglichen Sammlerstück gewandelt. „Arirang“ führte sowohl die Vinyl- als auch die CD-Verkaufscharts von Luminate an.
In Kombination mit den Streaming-Zahlen für K-Pop und dem Latin-Boom der vergangenen Jahre schwindet die Dominanz englischsprachiger Musik spürbar. Anglophone Tracks machen inzwischen nur noch 87,1 Prozent aller Streams aus, während spanischsprachige Songs auf 9,4 Prozent kommen und koreanische Musik stabil bei 1,1 Prozent liegt – genauso wie im Geschäftsjahr 2025. Bad Bunnys „Debí Tirar Más Fotos“ kommt in diesem Jahr auf 1,54 Millionen Album-Equivalent-Streams, BTS‘ „Arirang“ auf 1,49 Millionen. Allein durch „Arirang“ ist Südkorea zum drittgrößten Musikexporteur der Welt aufgestiegen – hinter den USA und Großbritannien.
Latin Music auf Allzeithoch
„Das Casual-Publikum in den USA, das Latin Music hört, hat ein Allzeithoch erreicht: 54 Prozent – also mehr als jeder zweite Musikhörer – geben an, das Genre zu konsumieren“, sagte Jaime Marconette, Vice President of Music Insights and Industry Relations bei Luminate, gegenüber der Associated Press. „Der kulturelle Fußabdruck von Latin Music wächst rasant und reicht längst weit über die angestammte Kernzielgruppe in den breiten amerikanischen Mainstream hinein.“
Weitere bemerkenswerte Zahlen aus dem Bericht: Die globalen On-Demand-Audiostreams sind insgesamt um 9,8 Prozent gestiegen. R&B und Hip-Hop dominieren weiterhin die US-Audiostreams, doch ihr Griff auf die Charts lockert sich, da Dance- und Electronic-Musik zulegen. Latin Music, angeheizt durch Bad Bunnys atemberaubende Super-Bowl-Halftime-Show, und Country, getragen von Morgan Wallen, verzeichnen ebenfalls Zuwächse. Wallens „I’m the Problem“ ist das meistgestreamte Album des bisherigen Jahres, gefolgt von Ella Langleys „Dandelion“, Bad Bunnys „Debí Tirar Más Fotos“ und schließlich BTS‘ „Arirang“.
Sechzig Prozent der Gen-Z-Hörer konsumieren laut Luminate inzwischen Musik aus den Neunzigern oder früher – was teilweise erklärt, warum 75 Prozent der gestreamten Rockmusik aus dem sogenannten „Deep Catalog“ stammt, also mindestens fünf Jahre alt ist.