Rauchen schädigt nicht nur Lunge und Herz – laut einer Studie kann es auch gefährliches viszerales Bauchfett fördern.

Rauchen schädigt nicht nur Lunge und Herz – laut einer Studie kann es auch gefährliches viszerales Bauchfett fördern.

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Rauchen kann laut einer Studie der Universität Kopenhagen die Fettverteilung im Körper verändern und mehr viszerales Bauchfett begünstigen.
Viszerales Fett liegt tief in der Bauchhöhle, umgibt innere Organe und wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfällen und Demenz in Verbindung gebracht.
Ein Rauchstopp kann zwar zunächst mit Gewichtszunahme verbunden sein, das besonders gefährliche viszerale Fett kann aber zurückgehen.

Rauchen kann laut einer im März 2024 veröffentlichten Studie nicht nur Lunge, Herz und Gefäße schädigen, sondern auch die Fettverteilung im Körper verändern. Wie „Fitbook“ schreibt, seien die Forschenden der Universität Kopenhagen zu dem Ergebnis gekommen, dass sowohl der Beginn des Rauchens als auch dauerhaftes Rauchen mit mehr Bauchfett verbunden sind – genauer: mit mehr viszeralem Fett.

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Studie zeigt: Rauchen fördert gefährliches Bauchfett

Dieses viszerale Fett gelte als besonders problematisch, weil es tief in der Bauchhöhle liege und sich um innere Organe lege. Anders als sichtbares Unterhautfett sei es von außen nicht immer erkennbar. Selbst schlanke Menschen könnten erhöhte Mengen davon haben. Viszerales Fett fördere Entzündungsprozesse im Körper und werde mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Diabetes und auch Demenz in Verbindung gebracht, heißt es bei „Fitbook“ weiter.

Für die Studie aus dem Fachmagazin „Addiction“ werteten die dänischen Wissenschaftler genetische Daten aus mehreren Untersuchungen mit insgesamt mehr als einer Million Rauchern aus. Sie prüften, ob Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern eine andere Körperfettverteilung aufweisen – und ob andere Faktoren wie sozioökonomischer Status, Alkoholkonsum, ADHS oder Risikobereitschaft die Ergebnisse erklären könnten. Laut Studienleiter Germán D. Carrasquilla scheint der Zusammenhang zwischen Rauchen und Bauchfett jedoch unabhängig von diesen Faktoren zu bestehen.

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Rauchstopp kann gefährliches Bauchfett reduzieren

Die zentrale Botschaft der Forschungsarbeit: Wer rauche, erhöhe offenbar vor allem das ungesunde Bauchfett. Gleichzeitig widerspreche die Studie einer verbreiteten Angst vieler Raucher, nach dem Rauchstopp vor allem gesundheitlich ungünstig zuzunehmen. Zwar könnten Menschen nach dem Aufhören zunächst Gewicht zulegen. Das gefährliche viszerale Fett könne aber zurückgehen – insbesondere, wenn der Rauchstopp mit einem gesunden Lebensstil verbunden werde.

Der Hamburger Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl bezeichnet die Förderung von Bauchfett bei „Fitbook“ als „neue, gefährliche Nebenwirkung des Rauchens“. Da viszerales Fett entzündungsfördernde Botenstoffe freisetze, könnte es erklären, warum Rauchen nicht nur Krebs und Hautalterung, sondern auch Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und entzündliche Erkrankungen begünstige.

fp