Sat.2 soll ein neuer Fernsehsender werden: Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 schickt damit ein neues Angebot an den Start. Wann und für wen das alles sein soll, lesen Sie hier.

Start soll einer Pressemitteilung zufolge im Winter 2026/27 sein. Zielpublikum sind vor allem Menschen zwischen 45 und 65 Jahren, heißt es darin auch. Der Sender soll bei ihnen mit „bekannten fiktionalen Formaten“ punkten, heißt es. Geplant sind demnach Serien wie „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“ oder die frühere Daily-Soap „Verliebt in Berlin“.

 

Zugang zu kaufkräftiger Zielgruppe für neue Werbeformate?

„Die Inhalte von Sat.2 werden nicht nur im linearen Fernsehen, sondern auch auf Joyn und weiteren Drittplattformen verfügbar sein“, teilt Joyn mit. Mit dem Launch erweitert die Gruppe ProSiebenSat.1 ihre Senderfamilie auf acht Marken: Neben Sat.1, ProSieben und Kabel Eins gehören dazu bereits die Zielgruppen-Sender sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 GOLD und Kabel Eins Doku.

 

Verantwortlich für die Entwicklung des Programms ist Ellen Koch gemeinsam mit dem Team um Content-Chef Henrik Pabst. Laut Vermarkter Seven.One Media soll die Kombination aus Sat.1 und Sat.2 Werbekunden einen noch besseren Zugang zu einer kaufkräftigen Zielgruppe verschaffen. Zugleich unterstreiche der Start die Strategie, weiterhin auf werbefinanzierte Inhalte zu setzen.

 

Diskussion um Zukunft des linearen Fernsehens

In den Medien flammt unterdessen auch vor dem Hintergrund dieser Nachricht die Diskussion über die Zukunft des linearen Fernsehens wieder auf. „Kein Aprilscherz im Juli“, schreibt etwa das Branchenportal meedia.de und erklärt: „Die Konzentration auf – vor allem weibliche – Zuschauende ab 50 Jahren ist insofern konsequent, als dass die Unter-50-Jährigen dem linearen Fernsehen bekanntermaßen reihenweise davon laufen, wenn nicht gerade ein großes Sport-Ereignis läuft.“ 

Die Experten ziehen so das Fazit: „Wie gut der neue Sender im kommenden Jahr wirklich im Werbemarkt ankommt – und ob er eine ‚Millionenreichweite‘ erreichen wird, muss sich freilich erst erweisen.“