KI in der Musik: Wenn Agenten selbst komponieren

Fragen der KI-Musik werden seit Jahren diskutiert

Ist es Kunst, wenn ein Computer komponiert? Diese Frage stellte sich spätestens 2021, als Forscher mittels KI Beethovens unvollendete Sinfonie eben doch vollendeten. Das umstrittene Projekt unter Leitung des Musikwissenschaftlers Dr. Matthias Röder warf schon Fragen zu Urheberrecht und Kreativität auf, bevor ChatGPT massenweise genutzt wurde.

Seitdem hat sich die Technik rasant entwickelt. Röder glaubt heute daran, dass autonom agierende Agenten bald zu eigenständigen Künstlern werden – und fordert, dass der Einsatz generativer KI keinen Ausschluss vom Urheberrecht bedeutet. Mit dieser Meinung stößt er auf den Widerstand der Musikbranche, die versucht, sich gegen eine Flut von KI-Slop auf Streamingplattformen zu wehren.

Dr. Matthias Röder war Geschäftsführer des Eliette und Herbert von Karajan Institut in Salzburg, mit seiner Firma The Mindshift setzt er KI-Projekte in der Musik um.

Auf der KI-Konferenz der FAZ diskutierte Röder über die Rolle von generativer KI in der Kunst. Wir haben den Musikwissenschaftler abseits der Bühne getroffen, um ausführlicher über seine Ansichten zu sprechen. Im Interview erklärt er auch, warum er seine Rolle als menschlicher Musiker nicht bedroht sieht, während er einen agierenden Musikgenerator baut – diesmal auf Basis eines anderen klassischen Komponisten.

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