Michael Saylor wirbt für Bitcoin mit 300 Jahren Fiat-Geschichte. Photo by BeInCrypto
Michael Saylor sagte, dass der Besitz von Bitcoin (BTC) durch Unternehmen unvermeidlich ist, und zeigte Unternehmen als die rechtlichen Motoren, die Bitcoin zum Erfolg braucht.
Er erklärte dies in einem Beitrag vom 18. Juli auf X. Unternehmen bieten laut Saylor mehr Effizienz und Kreditwürdigkeit, als einzelne Personen alleine je erreichen können.
Saylors Argumente für den Unternehmensbesitz von Bitcoin
Bitcoin wurde vom individuellen Wertspeicher immer mehr zu einem Vermögenswert, der auf Unternehmensbilanzen erscheint. Saylor, Vorsitzender von Strategy (MSTR), hat diesen Wandel stärker als jeder andere Vorstand vorangetrieben.
Sein Unternehmen arbeitet laut vielen Beobachtern an einem wichtigen Teil von Bitcoins langfristigem Endspiel. Diese Strategie basiert auf einer stetigen institutionellen Akkumulation. Saylor nutzt seine Reichweite bereits seit Jahren, um diese Strategie zu verbreiten, weshalb seine Beiträge bei Krypto-Investoren besonders beachtet werden.
Saylor sieht Unternehmen als Möglichkeiten, mit denen Menschen sich unter den Regeln besser organisieren können als Einzelpersonen.
Michael Saylor. Source: X
Im Beitrag zählte er Effizienz, Transparenz, Kreditwürdigkeit, Größe, Widerstandsfähigkeit und Beständigkeit als Vorteile auf, die nur Unternehmen liefern können.
Saylor sagte abschließend, dass der Unternehmensbesitz von Bitcoin nicht nur nützlich, sondern für den Weg hin zu einer globalen Währung auch strukturell notwendig sei.
Institutionen bauen weiter ihre Bitcoin-Treasuries aus
Saylors These passt zu einem breiten Trend auf den Märkten. Die Zahlen von BeInCrypto zeigen, dass der Index zur institutionellen Bitcoin-Adoption in diesem Jahr stetig steigt, während Banken und Vermögensverwalter ihr Engagement ausbauen.
Laut diesem Index liegt die Bitcoin-Adoption bei großen Banken bei 32%, wobei Fidelity deutlich vor japanischen Banken rangiert. Gleichzeitig verfolgen auch Unternehmen außerhalb der USA ein ähnliches Bitcoin-Treasury-Konzept.
Metaplanet ist beispielsweise vor Kurzem zum drittgrößten institutionellen Halter weltweit geworden, hinter Strategy und Twenty One Capital.
Der Bitcoin-Kurs lag am Samstag bei etwa 63.900 USD, was ein Plus von ungefähr 1,4% innerhalb von 24 Stunden bedeutet. Dieser leichte Kursanstieg gibt Saylors Argument einen stabilen Rahmen, sagt jedoch wenig darüber aus, ob allein die Unternehmensnachfrage das langfristige Wachstum im Netzwerk sichern kann.
Kritiker hinterfragen Strategy’s eigenes Konzept
Allerdings wird die eigene Vorgehensweise von Strategy in den letzten Monaten auch kritisch betrachtet. So hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse klare Kritik an Strategy geäußert, bleibt dabei aber bullisch für Bitcoin. Er sagt, dass ein hoher Fremdkapitaleinsatz bei einem einzigen volatilen Vermögenswert Risiken birgt, auf die eine reine Eigentums-These nicht eingeht.