Mick Jagger bei einem Fototermin zur Veröffentlichung des Rolling-Stones-Albums „Foreign Tongues“ im Juli in London.

Mick Jagger bei einem Fototermin zur Veröffentlichung des Rolling-Stones-Albums „Foreign Tongues“ im Juli in London.

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Mick Jagger steht kurz vor seinem 83. Geburtstag noch immer auf der Bühne – und veröffentlicht mit den Rolling Stones ein neues Album.
Von Longevity-Trends wie Eisbädern oder Saunen hält der Sänger wenig. Er setzt auf Training und sagt: „Man gibt einfach sein Bestes.“
Seine wichtigste Regel: Ab einem gewissen Alter seien exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum nicht mehr mit Fitness und Langlebigkeit vereinbar.

Mick Jagger steht auch mit fast 83 Jahren noch auf der Bühne – und veröffentlichte am 10. Juli mit den Rolling Stones bereits das zweite Album binnen drei Jahren.

Derzeit ist der Rolling-Stones-Frontmann auch abseits der Konzertarenen auffällig präsent: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft wurde er zuletzt unter anderem beim Halbfinale England gegen Argentinien im Stadion gesehen. Zuvor hatten TV-Kameras ihn in Atlanta eingefangen, wie er im Stadion bei „Sweet Caroline“ mitsang, berichtet die „Huffpost“ aus New York.

In einem Interview mit der „GQ“ beschreibt der berühmte Rockmusiker seine Fitness: Vor Touren trainiere er auf einer Fläche, die etwa so groß sei wie die Bühne, und übe, mit seiner Kraft zu haushalten. „Du musst deinen Atem zwischen Singen und Bewegung aufteilen“, sagt Jagger.

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Mick Jagger über Longevity: keine Eisbäder, keine Exzesse

Von aktuellen Longevity-Trends halte er wenig. Eisbäder lehne er ab: „Nein, ich kann Eisbäder nicht ausstehen. Das ist furchtbar.“ Auch Saunen seien nicht sein Ding: „Ich mag es nicht, zu lange heiß zu sein.“ Stattdessen setze Jagger auf Bewegung, Training und Maßhalten. Über die Suche nach dem einen Geheimnis für ein langes Leben sagt er nüchtern: „Man gibt einfach sein Bestes“, wie er in der „GQ“ zitiert wird.

Seine klarste Regel betrifft Alkohol und Drogen. „Wenn man Fitness und Langlebigkeit will, kann man nicht ständig Unmengen Drogen nehmen und trinken“, sagt der Musiker. Er selbst habe damit etwa mit 40 aufgehört, zumindest in der exzessiven Form früherer Jahre. Garantien gebe es trotzdem keine: Man könne sauber leben, trainieren und dennoch schwer krank werden.

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Mick Jagger setzt dem Longevity-Hype ein simples Prinzip entgegen

Mit „Foreign Tongues“ erschien kurz vor seinem 83. Geburtstag das zweite Rolling-Stones-Album nach „Hackney Diamonds“ seit 2023. Wie die „Augsburger Allgemeine“ schreibt, sitzt das Werk aktuell auf Platz eins der deutschen Charts, wie GfK Entertainment als Ermittler des Rankings mitgeteilt habe. Die Band sei lange „sehr faul“ gewesen, habe dann aber Produzenten gewechselt, sich Deadlines gesetzt und wieder konsequent geschrieben, geprobt und gearbeitet.

Jaggers Ansatz, den er im Gespräch mit der „GQ“ publik macht, wirkt damit wie ein Gegenentwurf zur durchoptimierten Longevity-Industrie. Er beschreibt ein Prinzip, das viel simpler klingt: weiter trainieren, weiter arbeiten, Exzesse begrenzen – und akzeptieren, dass selbst der disziplinierteste Lebensstil keine Garantie gibt.

Longevity ist zu einem der großen Gesundheitstrends geworden. Gemeint ist dabei nicht nur ein möglichst langes Leben, sondern vor allem ein längeres Leben bei guter Gesundheit – mit Fitness, Ernährung, Schlaf, Prävention, Blutwert-Checks und immer neuen Routinen zur Selbstoptimierung. Der Hype reicht von einfachen Gewohnheiten wie Krafttraining und mehr Bewegung bis zu teuren Biohacking-Angeboten, Supplements, Kältebädern oder Spezialkliniken.

fp