Rainer Maria Rilke schwärmte nach einem Besuch in Kopenhagen von Vilhelm Hammershøi: „Sein Werk ist lang und langsam und in welchem Augenblick man es auch erfassen mag, es wird immer voller Anlass sein, vom Wichtigen und Wesentlichen in der Kunst zu sprechen“. Der Prager Dichter erfasste schnell ein zentrales Element in der Kunst des dänischen Malers. In Hammershøis reduzierten Bildkompositionen scheint die Zeit, ja selbst die Luft, stillzustehen. In der Filmsprache würde man von „Stills“ sprechen. Rilke wollte sogar eine Monografie über Hammershøi verfassen. Das Projekt kam nicht zustande.