Kulisse für Bond-Klassiker

Sean Connery als 007: Diese Filmszene entstand in Frankfurt

Aktualisiert am 21.07.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sean Connery als James Bond in «Diamantenfieber» (Diamonds Are Forever, 1971): Der Film wurde auch in Frankfurt gedreht. (Quelle: Cinema Legacy Collection/The Hollywood Archive via www.imago-images.de/imago)

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Sean Connery machte James Bond zur Kino-Ikone. Was viele Frankfurter nicht wissen: Für «Diamantenfieber» stand er auch am Frankfurter Flughafen vor der Kamera.

Sean Connery prägte James Bond wie kaum ein anderer Schauspieler: elegant, gefährlich, cool. Als 007 wurde er zur Kino-Ikone. Was viele nicht wissen: Der Film wurde zum Teil auch in Frankfurt gedreht: Einer seiner Bond-Filme führt zumindest kurz auch an den Main – obwohl die Stadt in der Handlung gar nicht vorkommt.

In «Diamantenfieber» jagt Bond einem internationalen Diamantenschmugglerring hinterher. Die Spur führt von London über Amsterdam bis nach Las Vegas. Im Film soll 007 gerade die Niederlande verlassen. Tatsächlich aber entstanden Teile dieser Flughafenszene in Frankfurt, weil das Drehteam am Airport Amsterdam-Schiphol keine Genehmigung für die geplanten Aufnahmen bekam. Das berichtet die Journalistin Sabine Börchers laut «Frankfurter Rundschau» in ihrem Buch «101 Filmorte in Frankfurt und Rhein-Main.»

James Bond am Flughafen Frankfurt

Im Juli 1971 stand Connery deshalb zwei Tage lang am Frankfurter Flughafen vor der Kamera. Der Airport sprang als Kulisse für Amsterdam ein. Im fertigen Film fällt der Trick kaum auf. Für Frankfurter Zuschauer ist die Szene trotzdem eine kleine Zeitreise: Zu sehen sind unter anderem eine Lufthansa-Maschine, Mitarbeiter in Lufthansa-Uniformen und der damalige Flughafenbetrieb vor der Eröffnung des heutigen Terminals 1.

imago images 0809881927Vergrößern des BildesSean Connery als James Bond in «Diamantenfieber» (1971): Es war sein letzter offizieller 007-Film. (Quelle: IMAGO/imago)

Connery spielt den britischen Geheimagenten in «Diamantenfieber» zum sechsten Mal. Unter dem Namen Peter Franks will Bond herausfinden, warum große Mengen südafrikanischer Diamanten verschwinden. In Amsterdam trifft er die Schmugglerin Tiffany Case, gespielt von Jill St. John.

Nachdem Bond den echten Franks im Kampf getötet hat, verstecken er und Tiffany die Diamanten in dessen Leiche. Genau an diesem Punkt kommt Frankfurt ins Spiel: Am Flughafen entstand die Abflugsequenz, in der der Sarg mit Franks in ein Flugzeug gebracht wird. Im Film fliegen Bond und Tiffany mit Lufthansa-Flug LH450 von Amsterdam nach Los Angeles.

Lufthansa-Hangar als Drehort

Bond- und Luftfahrtfans identifizierten die gezeigte Maschine später als Boeing 707-330B mit dem Kennzeichen D-ABUL. Sie trug den Namen «Duisburg». Auch ein Lufthansa-Fahrzeug ist im Hintergrund zu erkennen. Eine spezialisierte Drehortseite ordnet die Aufnahmen dem Frankfurter Flughafen und dem damaligen Lufthansa-Hangar zu.

Die Illusion entsteht erst im Schnitt. Frankfurt steht für den Abflug in den Niederlanden, die Ankunft wurde am Los Angeles International Airport gedreht. Dort steigt Bond aus der Lufthansa-Maschine und trifft seinen CIA-Kontakt Felix Leiter. Aus Drehorten in zwei Ländern wird so eine einzige Flugreise.