Experte zweifelt

Trumps Abschiebe-Airline: Startdatum steht fest

Aktualisiert am 21.07.2026 – 15:34 UhrLesedauer: 2 Min.

US-Präsident Trump: Ob der 80-Jährige auch beim Endspiel seinen "Tanz" aufführt, bleibt abzuwarten.Vergrößern des Bildes

US-Präsident Trump: Er will seine Abschiebebehörde ICE mit einer eigenen Airline ausstatten. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/White House/imago-images-bilder)

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Trumps Regierung plant eine eigene Abschiebe-Airline namens «ICE Air». Die ersten Flüge sollen bereits im Juli 2027 starten.

Donald Trumps Versprechen, die Vereinigten Staaten zurück in ein «goldenes Zeitalter» zu führen, richtet sich nicht an alle US-Bürger. Migranten, die nicht über offizielle Visaverfahren eingereist sind, will der Präsident aus dem Land entfernen lassen. Seiner Anhängerschaft versprach er, jährlich rund eine Million Menschen abzuschieben.

Um sein Vorhaben zu verwirklichen, hat die Trump-Regierung wiederholt Milliarden an Steuergeldern in die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE gepumpt, die die Abschiebungen teils mit martialischen Methoden vorantreibt. Doch um tatsächlich eine Million Abschiebungen pro Jahr zu erreichen, reichen die bestehenden Strukturen offenbar nicht aus. Daher scheinen sich nun die Pläne für eine eigene Abschiebe-Airline der Trump-Regierung zu konkretisieren. Die ersten Abschiebeflüge aus den USA mit der ICE-Airline sollen laut einem Dokument des Heimatschutzministeriums, über das das Fachportal «One Mile at a Time» berichtet, bereits im Juli 2027 starten.

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Herzstück der Flotte sollen sechs Boeing 737 sowie zwei Luxusflugzeuge des Typs Gulfstream G650 sein, deren Kauf von der mittlerweile entlassenen Heimatschutzministerin Kristi Noem in Auftrag gegeben wurde. Trotz des Personalwechsels an der Spitze des Ministeriums treibt Noems Nachfolger Markwayne Mullin das Vorhaben weiter voran. Eine Änderung scheint es jedoch noch zu geben.

Im Video | Trump drängt sich ins Siegerfoto

Video lädtPlayer wird geladenQuelle: MagentaTV

Im ersten Jahr schoben sie 400.000 Menschen ab

Bislang wurden die Abschiebeflüge aus den USA, mit denen im ersten Jahr von Trumps zweiter Amtszeit rund 400.000 Migranten außer Landes gebracht wurden, an verschiedene US-Fluggesellschaften vergeben. Weil die Zahl der Abschiebungen noch einmal deutlich steigen soll, geht «One Mile at a Time» davon aus, dass die ICE-Flugzeuge zusätzlich zu den gecharterten Maschinen der Airlines eingesetzt werden sollen.

imago images 0858516466Vergrößern des BildesVermummte Agenten der ICE-Behörde: In diesem Jahr wurden bereits mehrere Menschen bei ICE-Einsätzen getötet. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Tom Hudson/imago)

Ursprünglich war das Projekt so vorgestellt worden, dass die Regierung die gekauften Maschinen selbst betreiben wollte. Aus dem Dokument geht nun jedoch hervor, dass die operative Durchführung wohl doch ausgelagert werden soll. Damit kehrt die Regierung grundsätzlich zum bisherigen Modell zurück – mit dem Unterschied, dass sie nun selbst die Flugzeuge bereitstellt und lediglich Personal für deren Betrieb engagiert.