Raging Bull im Heimkino-Test: De Niro wie ein wilder Stier
Martys Testament
Schlag auf Schlag
Kontrapunkt zu Rocky
Schwarzweiß ohne Grauschleier
Fazit
Biopics sind wieder en vogue: Gerade hat „Michael“ mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz Christopher Nolans „Oppenheimer“ als erfolgreichste Filmbiografie abgelöst, da macht sich mit „I Play Rocky“ bereits die Aufstiegsgeschichte des jungen Sylvester Stallone warm. Als 1976 das Original in die Kinos kam, erzählte es nicht nur vom märchenhaften Aufstieg eines Außenseiters, sondern machte auch Stallone über Nacht berühmt. Der amerikanische Traum schien plötzlich wahr geworden.
Ob Blockbuster oder Klassiker: Jenseits der Streaming-Dienste blüht das Geschäft mit hochwertigen Film-Restaurationen, die in 4K auf UHD Blu-rays veröffentlicht werden. Woche für Woche testen wir die interessantesten Discs, decken Hintergründe zur Produktion und inhaltliche Besonderheiten auf und vergleichen die Bild- und Tonqualität der Discs und Streams.
Dass es in der Realität selten so glatt läuft, zeigte Martin Scorsese vier Jahre später mit Raging Bull (Wie ein wilder Stier). Seine fast vollständig in Schwarzweiß gedrehte Charakterstudie über den Boxer Jake LaMotta sperrte sich gegen jede Heroisierung. Stattdessen zeigte sie, wie LaMottas Gewalttätigkeit, Eifersucht und gekränkte Männlichkeit trotz seiner Erfolge im Ring ihn selbst und seine Familie zugrunde richten.
Am 3. September bringt Capelight den Film erstmals in Deutschland auf Ultra HD Blu-ray (UHD) in den Handel, inklusive einer neu gemasterten Blu-ray Disc. Wir konnten die neuen Scheiben vorab mit der bisherigen Blu-ray Disc und der Streamingversion vergleichen. Bevor wir ab Seite 3 auf die Technik eingehen, betrachten wir jedoch die Umstände, unter denen Martin Scorsese alles auf eine Karte setzte und dem aufkommenden Blockbusterkino einen linken Haken versetzte, der einen bis heute nach Luft schnappen lässt.
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