
AUDIO: Mit «Odyssee», «Backrooms» und «MJ» zum erfolgreichen Kinosommer (5 Min)
Stand: 24.07.2026 18:31 Uhr
Das zweite Kinohalbjahr 2026 verspricht gute Kinoerlebnisse. Im Kino läuft nun «Toy Story 5» parallel zu «Die Odyssee». Es folgen Filme wie «Vaterland», «Dune 3, «Sinn und Sinnlichkeit» sowie «Spider-Man: Brand New Day». Außerdem Neues von Ridley Scott und Fatih Akin. Eine Übersicht.
Seit kurzem läuft Christophier Nolans «Die Odyssee» im Kino – und lässt es weltweit an den Kinoklassen klingeln. Wie der britische «Guardian» schreibt, hat der fast dreistündige Film über Odysseus in nicht einmal einer Woche 264 Millionen US-Dollar eingespielt. Das entspricht umgerechnet etwa 232 Millionen Euro.
Der Film adaptiert Homers Klassiker bildgewaltig für die Leinwand. Es spielen Matt Damon in der Titelrolle, Anne Hathaway als Penelope, Zendaya als Göttin Athene und Robert Pattinson als Konkurrenz von Odysseus.

Christopher Nolan hat den Stoff bildgewaltig mit Matt Damon, Anne Hathaway und Robert Pattinson verfilmt. Die dreistündige Irrfahrt Odysseus‘ beeindruckt mit epischem Finale.
«Backrooms» und «Toy Story 5» sorgen für Erfolge
Gedreht hat der britische Regisseur Nolan auf dem Format IMAX. Es enthält fast das Zehnfache an Bildinformationen, als das herkömmliche 35-Millimeter-Format. Entsprechend groß ist der Andrang auf die Lichtspielsäle, die noch Filme auf Projektoren mit 70-Millimetern oder gar auf IMAX abspielen können. In Deutschland läuft das Epos in etwa 500 Filmkopien in zahlreichen Kinos – und dürfte für einen weiterhin fantastischen Kinosommer sorgen. Dieser zeichnet sich als der beste seit 2019 ab.
Dafür sorgen auch kleine, aber gut besuchte Horrorfilme wie «Backrooms» und «Obsession». Aber auch Blockbuster für die Familie wie «Toy Story 5», der weltweit bald eine Milliarde US-Dollar eingespielt hat.

Es könnte das beste Kinojahr seit der Pandemie werden: Ein Gespräch über klingelnde Kinokassen und die florierende Film-Vielfalt im Kinojahr 2026.
Deutsche Filme wie «Vaterland» und «Heimsuchung» bis zum Herbst
Zwei der bislang erfolgreichsten deutschen Produktionen waren bislang Marcus H. Rosenmüllers Komödie «Extrawurst» mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst sowie Joachim Meyerhoffs-Romanverfilmung «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» mit Senta Berger als exzentrischer Großmutter. «Extrawurst» hat fast zwei Millionen Zuschauer überzeugt, Simon Verhoevens Tragikomödie mit Berger mehr als 1,2 Millionen.
Bald folgen weitere deutsche und deutschsprachige Filme mit großem Potential in der Kinokasse. Dazu gehört Paweł Pawlikowskis Drama «Vaterland» (ab 3. September) mit Sandra Hüller, August Diehl und Hanns Zischler über Thomas Mann. Er lief mit großem Erfolg bereits bei den Filmfesten Cannes und München. Außerdem «Heimsuchung» nach Jenny Erpenbecks gleichnamigem Bestseller von Volker Schlöndorff, der ab dem 15. Oktober von einem Haus am See über mehrere Generationen erzählt.
Der norddeutsche Regisseur Fatih Akin («Amrum) bringt am 5. November, kurz nach dem Filmfest Hamburg, seinen neuen Liebesfilm «Geister» in die Lichtspielhäuser. Darin geht es um ein junges Paar – was nach einem tragischen Unfall vor einer schweren Entscheidung steht.

Hanns Zischler und Sandra Hüller spielen eindrucksvoll im Roadmovie über Manns erste Deutschlandreise im Jahr 1949. Nicht alles an Paweł Pawlikowskis Historienfilm ist akkurat. Mit Absicht.
«Digger»: Blockbuster mit Tom Cruise, Sandra Hüller
Neuen Kinostoff liefern 2026 auch drei Oscar-Größen. Seit dem 11. Juni mit «Disclosure Day» läuft Steven Spielbergs Sci-Fi-Film mit Aliens im Kino. Beim nahenden Filmfest Venedig läuft die satirische Komödie «Digger» von Alejandro G. Iñárritu mit Tom Cruise, Sandra Hüller und Riz Ahmed. Es geht um einen exzentrischen Ölbaron (Cruise), der unbedingt die Welt retten will. Kinostart: 1. Oktober. Auch Werner Herzog wird seinen skurillen FIlm und zwei Schwestern präsentieren: «Bucking Fastard» mit Rooney und ihrer Schwester Kate Mara. Der deutsche Starttermin steht noch nicht fest.
Sir Ridley Scott bringt mit «Das Ende der Sterne» einen Survival-Film mit Jacob Elordi, Margaret Qualley und einen Hund auf die Leinwand: ab 27. August. Ein geeignetes Gegenprogramm ist da ein Jane-Austen-Remake: «Sinn und Sinnlichkeit», Herzschmerzkino von Georgia Oakley ab 15. Oktober.
«Sunny Dancer»- Achterbahnfahrt der Gefühle mit Bella Ramsay
Nicht verpassen sollte man ab 13. August eine Tragikomödie um Teenager mit Krebs, die auf ein Sommercamp in Schottland fahren. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle für alle Beteiligten mit Lach- und Wein-Garantie – und mit Star Bella Ramsay. Der Titel: «Sunny Dancer» von George Jacques. Nichts für schwache Nerven ist der Western-Thriller – allerdings gedreht in Bayern – «The Weight – im Goldrausch» mit Ethan Hawke und Russell Crowe. Darin müssen Gefangene den schwersten Survival-Trip in der Wildnis überstehen – mit kostbarer Fracht (ab 19. November).
«Dune 3» und «La Bola negra» am Ende des Jahres
Fortsetzungen wie «Jumanji 3» (10. Dezember) ,»Spider Man in «A Brand New Day» – ab dem 30. Juli und die «Avengers 5: Doomsday» am 16. Dezember dürften ganze Familien ins Kino locken. Ebenfalls im Dezember präsentiert Denis Villeneuve seinen dritten und abschießenden Teil seines Epos «Dune» (17. Dezember) – mit Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson und Zendaya.
Einer der besten Film vom Festival Cannes mit Penélope Cruz ist ein Drama über mehrere Generationen in Spanien über das Leben des Dichters Federico García Lorca und die Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges bis heute. Der Titel: «La bola negra», ab 19. November.
Mit Text von Walli Müller

Das Erste zeigt bis zum 17. August sieben Free-TV-Premieren. Die britische Komödie «Kleine schmutzige Briefe» ist heute Abend dran.

İlker Çataks Politdrama über ein Künstler-Ehepaar aus Ankara hat in Hamburg Premiere gefeiert. Der Regisseur brachte seinen Goldenen Bären mit.

Projekt deutscher Filmschaffender
Es soll ein radikaler Gegenentwurf zum Mainstream-Kino sein: Fünf Filmschaffende aus Deutschland wollen durch zehn Regeln außergewöhnliche Werke produzieren. Ohne das Internet, ungeschminkt und schnell. Von Patricia Batlle.

Cristian Mungiu hat mit seinem Drama «Fjord» die Goldene Palme geholt. Paweł Pawlikowski wurde für das Thomas-Mann-Roadmovie «Vaterland» geehrt.

Der 74-jährige Schwede erlebt einen Höhepunkt seiner Karriere. Nach Erhalt von Golden Globe und Europäischem Filmpreis ist er nun für einen Oscar nominiert.

Joachim Triers Drama hat die Auszeichnung als bester Film erhalten – und fünf weitere Preise. Eine nominierte NDR Koproduktion ging leer aus.
Kinostarts 2026 – Die Highlights
Start
Titel
Genre / Regie
11.6.
Sci-Fi/ Steven Spielberg
16.7.
Abenteuer / Christopher Nolan
23.7.
Animation / Andrew Stanton
29.7.
Spider-Man: Brand New Day
Action / Destin Daniel Cretton
30.07.
Bitteres Fest
Drama / Pedro Almodóvar
13.8.
Sunny Dancer
Tragikomödie / George Jacques
27.8.
Abenteuer / Ridley Scott
3.9.
Drama / Paweł Pawlikowski
10.9.
Historiendrama / Hannu Salonen
Zauberhafte Schwestern 2
Komödie / Susanne Bier
The Uprising – Für die Freiheit
Historiendrama / Paul Greengrass
24.9.
Eiserne Wildnis – Heart of the Beast
Abenteuer / David Ayer
1.10.
Digger
Drama/ Alejandro G. Iñárritu
15.10.
Historiendrama / Volker Schlöndorff
Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld
Animation / Steve Cox, Matthew Walker
Sinn & Sinnlichkeit
Historiendrama / Georgia Oakley
5.11.
Drama / Fatih Akin
19.11.
La bola negra
Drama / Javier Calvo, Javier Ambrossi
The Weight
Thriller / Padraic McKinley
10.12.
Jumanji 3
Action / Jake Kasdan
16.12.
Avengers 5: Doomsday
Action, Fantasy /Joe und Anthony Russo
17.12.
Dune 3
Fantasy / Denis Villeneuve