Wer bisher einen Privatjet vor allem mit Prominenten oder Millionären verband, könnte bald umdenken müssen. Das Schweizer Unternehmen PeakJet lanciert Anfang August ein neues Angebot, das sogenannte «Semi-Private Flying». Dabei werden die Plätze eines Privatjets einzeln verkauft – ähnlich wie bei einer Linienfluggesellschaft, allerdings mit deutlich weniger Passagieren und exklusiverem Service.
Zum Start stehen Direktflüge ab Zürich unter anderem nach Nizza, Palma de Mallorca und Málaga auf dem Programm. Je nach Destination sind mehrere Verbindungen pro Woche geplant.
Privatjet zum Preis eines Business-Class-Tickets
An Bord befinden sich maximal zwölf Passagiere. Laut PeakJet beginnen die Preise bei knapp 1’000 Franken pro Strecke. Damit liegt das Angebot zwar über einem klassischen Linienflug, soll aber eine interessante Alternative für Reisende sein, die Zeit sparen und den Komfort eines Privatjets nutzen möchten.
Ein wesentlicher Vorteil liegt laut dem Unternehmen in den Abläufen am Flughafen. Peter Baumgartner, VRP von PeakJet: «Dank der Nutzung des Privatjet-Terminals entfallen lange Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle und beim Boarding. Passagiere können deutlich später am Flughafen eintreffen als bei einem Linienflug».
Erfahrene Airline-Manager stehen hinter dem Projekt
Hinter PeakJet stehen mehrere erfahrene Köpfe aus der Luftfahrtbranche. Präsident ist Peter Baumgartner, ehemaliger Topmanager von Etihad Airways und früher auch für die Swiss tätig. CEO Gianni Tronza verfügt ebenfalls über langjährige Erfahrung bei internationalen Fluggesellschaften.
Die Betreiber sehen im wachsenden Premiumsegment grosses Potenzial und möchten ihr Streckennetz in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Neben den Mittelmeerzielen sollen später unter anderem auch London, München und Paris dazukommen.
Weitere Angebote geplant
PeakJet will seine Plattform schrittweise erweitern. Künftig sollen neben den Flügen zusätzliche Dienstleistungen wie Tickets für Veranstaltungen oder weitere exklusive Reiseangebote buchbar sein.
Mit dem neuen Konzept reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach komfortablen und gleichzeitig flexibleren Reisemöglichkeiten. Ob sich das Modell in der Schweiz durchsetzt, dürfte sich bereits in den kommenden Monaten zeigen.