Die erste Halbzeit im Berit Sitterstadion bot den Zuschauern nur wenig Spektakel. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, gefährliche Abschlüsse blieben Mangelware.

Der FC St.Gallen brachte bis zur Pause keinen einzigen Schuss auf das Zürcher Tor zustande. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie rasch Fahrt auf.

In der 50. Minute setzte sich Umeh Emmanuel gegen zwei St.Galler Verteidiger durch und schoss den Ball wuchtig zum 0:1 ins Netz.

Trainer Enrico Maassen reagierte nach einer Stunde mit einem Dreifachwechsel. Die Massnahme zeigte Wirkung: Der Vizemeister erhöhte den Druck und drängte den FC Zürich zunehmend in die Defensive.

In der 70. Minute fiel der verdiente Ausgleich. Nach einem Eckball war Lukas Görtler zur Stelle und traf zum 1:1.

Nur vier Minuten später wurde das Spiel endgültig gedreht: Andrin Hunziker erzielte mit seinem Premierentor für den FC St.Gallen das 2:1.

Die Grünweissen brachten den knappen Vorsprung anschliessend über die Zeit und feierten nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit einen gelungenen Auftakt.

Tausende Fans marschieren gemeinsam zum Stadion

Der Saisonauftakt gegen den FC Zürich begann bereits Stunden vor dem Anpfiff mit einem eindrücklichen Fanmarsch. Unter dem Motto «Vode Sitter zum Stadion» versammelten sich ab 11 Uhr zahlreiche Anhänger des FC St.Gallen beim Wasserkraftwerk Kubel. Um 13.30 Uhr setzte sich der gemeinsame Marsch in Richtung Berit Sitterstadion in Bewegung.

Organisiert wurde die Aktion vom Espenblock, dem Dachverband 1879 und dem FC St.Gallen. Ziel war es, möglichst viele Fans unabhängig von Alter oder Stadionsektor zusammenzubringen und gemeinsam für eine stimmungsvolle Kulisse zum Saisonstart zu sorgen. Als Vorbild diente der legendäre Fanmarsch vor dem Cupfinal in Bern.