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Giro Eclipse Pro Spherical kurz und knapp

Der Giro Eclipse Pro Spherical ist der neueste Rennrad-Helm der Amerikaner und seit Frühjahr 2026 erhältlich. Er wurde in enger Zusammenarbeit mit Profis wie Wout van Aert oder Jonas Vingegaard entworfen und konnte schon vor seiner offiziellen Vorstellung auf diversen Siegerpodien entdeckt werden. Er ist kein reiner Aero-Helm, aber dennoch stark aero-optimiert und nicht ganz so gut belüftet wie der Aries Spherical, der vor allem an heißen Tagen Vorteile in Sachen Kühlung bieten kann. Hier die Fakten:

High-End-Rennrad-Helm mit Aero-Optimierung
Spherical-Technologie powered by Mips
Aerodynamik um 17 % verbessert im Vergleich zum Vorgänger
Im Windkanal getestet
15 Belüftungsöffnungen
Gewicht 290 g (Größe M, gewogen)
Größen S (51-55), M (55-59), L (59-63)
Farben 8 Farben
www.giro.com
Preis (UVP) 329,99 €

Diashow: Giro Eclipse Pro Spherical – Ausprobiert!: Schneller Helm nicht nur für Profis



Der neue Giro Eclipse Spherical Pro ist ein aero-optimierter Helm für schnelle Ausfahrten und Rennen

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Der neue Giro Eclipse Spherical Pro ist ein aero-optimierter Helm für schnelle Ausfahrten und Rennen – er ist in vielen Farben erhältlich, der Preis liegt bei 329,99 Euro.



Die Gurte lassen sich schnell und einfach anpassen.

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Die Gurte lassen sich schnell und einfach anpassen.



Über den Ohren bleibt ausreichend Platz.

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Über den Ohren bleibt ausreichend Platz.



Die Helmschale ist eher geshlossen

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Die Helmschale ist eher geshlossen – dennoch funktioniert die Belüftung bei Fahrtwind gut.

Details Giro Eclipse Pro Spherical

Der Giro Eclipse Pro ist der Nachfolger des bisherigen Eclipse Spherical und wurde laut Hersteller in Zusammenarbeit mit Profi-Fahrern entwickelt. Die Form sei zunächst mithilfe von CFD-Simulationen optimiert und anschließend im Windkanal überprüft worden. Giro gibt an, dass der neue Helm 17 Prozent schneller als der bisherige Eclipse sein soll.

Für die Belüftung besitzt der Eclipse Pro 15 Öffnungen, die mit tiefen Luftkanälen im Inneren kombiniert werden. Kühle Luft soll dadurch über den Kopf geführt und erwärmte Luft nach hinten abgeleitet werden. Eine zentrale Öffnung an der Front teilt den Luftstrom laut Giro gezielt in Richtung Stirn und oberhalb der Augenbrauen auf, um Kühlung und Aerodynamik miteinander zu verbinden.



Das mattweiße Finish unseres Testhelms sieht sehr edel aus.

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Das mattweiße Finish unseres Testhelms sieht sehr edel aus.



Am Oberkopf gibt es nur ein Polster in der Mitte.

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Am Oberkopf gibt es nur ein Polster in der Mitte.



Am Heck finden sich große Entlüftungsöffnungen.

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Am Heck finden sich große Entlüftungsöffnungen.



An der Stirn läuft ein weit umfassendes Kopfband, das für viel Halt sorgt.

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An der Stirn läuft ein weit umfassendes Kopfband, das für viel Halt sorgt.

Mit 290 Gramm ist der Giro Eclipse Pro Spherical nicht der leichteste Helm und verfehlt auf unserer Redaktionswaage die Werksangabe um 10 Gramm. Rennrad-Helme werden aus Sicherheitsgründen in den vergangenen Jahren zwar tendenziell wieder etwas schwerer, aber es gibt einige aktuelle Modelle aus der gleichen Kategorie, die deutlich leichter sind. So ist zum Beispiel der ebenfalls aero-optimierte Oakley Velo Mach 20 Gramm leichter, der Met Manta Mips bringt sogar satte 40 Gramm weniger auf die Waage. In diesem Bereich zahlt Giro also einen kleinen Gewichts-Aufschlag für die aufwendige Spherical-Technologie mit den zwei Helmschalen, die sich gegeneinander verschieben und damit gefährliche Scherkräfte bei einem Sturz abbauen können. Anders als bei klassischen Mips-Aufbauten befindet sich dabei keine separate Kunststoffschicht zwischen Helm und Kopfoberfläche.



Mit 290 Gramm ist unser Testhelm 10 Gramm schwerer, als angegeben

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Mit 290 Gramm ist unser Testhelm 10 Gramm schwerer, als angegeben – das ist nicht besonders leicht, aber für einen aero-optimierten Helm in Ordnung.

Ergänzt wird das System durch Giros „Progressive Layering“. Zwei EPS-Schichten mit unterschiedlicher Dichte sollen Energie bei verschieden starken Aufprallgeschwindigkeiten aufnehmen. Der durch den Helm verlaufende Aura-II-Verstärkungsbogen erhöht laut Giro die strukturelle Stabilität und ermöglicht gleichzeitig große Belüftungsöffnungen. Die Außenschale besteht aus Polycarbonat und wird im In-Mold-Verfahren mit dem EPS-Kern verbunden.

Für die Anpassung ist das Roc-Loc-5.5-Air-System zuständig. Es hält den Helm leicht über dem Kopf platziert, damit die Luft auch unterhalb der Helmschale über den kopf strömen kann. Haltespannung und Neigung lassen sich einhändig einstellen. Ionic+-Polster sollen durch eingearbeitetes Silber die Geruchsbildung reduzieren, während das DryCore-System mit einer Silikonlippe Schweiß seitlich von Stirn und Augen ableiten soll.

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Der Gurt wird per Klickverschluss geschlossen

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Der Gurt wird per Klickverschluss geschlossen – mit Winterhandschuhen ist die Bedienung etwas erschwert.



Das Haltesystem ist filigran

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Das Haltesystem ist filigran – aber nicht instabil.



Die Höhenanpassung kann in drei Stufen erfolgen

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Die Höhenanpassung kann in drei Stufen erfolgen – auch hier ist das System stabiler, als es aussehen mag.



Das Drehrad zur Weitenanpassung ist gut zu erreichen

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Das Drehrad zur Weitenanpassung ist gut zu erreichen – die Verstellung erfolgt kleinschrittig und leicht.

In der Hand

Die Verarbeitung des Giro Eclipse Pro Spherical ist auf sehr hohem Niveau und gibt keinerlei Anlass zu Kritik. Sowohl die Helmschale als auch das „Innenleben“ sind extrem sauber verarbeitet, zudem lassen sich die Gurte einfach und komfortabel anpassen. Die lediglich zwei Helmpolster sind per Klett sicher befestigt, herausnehmbar und waschbar. Die matt-weiße Farbgebung unseres Testhelmes sieht sehr edel aus und zeigt sich im bisherigen Testverlauf relativ unempfindlich gegenüber Verschmutzung und Kratzern. Die optisch grau glänzend abgesetzten Elemente an Front und Heck werten die Optik ebenso auf wie der glänzend weiß lackierte Spoiler am Hinterkopf.



Das Stirnpolster ist mit antibakteriellem Material ausgestattet.

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Das Stirnpolster ist mit antibakteriellem Material ausgestattet.



Es kann ziemlich viel Schweiß aufsaugen.

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Es kann ziemlich viel Schweiß aufsaugen.



Die Polster sind mit Klett befestigt und lassen sich herausnehmen

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Die Polster sind mit Klett befestigt und lassen sich herausnehmen – das erleichtert die Reinigung erheblich.

Die aufwendige Spherical-Technologie macht am Testhelm einen sehr stabilen Eindruck. Die innere und äußere Helmschale lassen sich sehr einfach gegeneinander verschieben, kehren aber auch schnell und zuverlässig wieder in die Ausgangsstellung zurück. Dass sich die beiden Bauteile in alle Richtungen gegeneinander verschieben lassen und dennoch kein unangenehmes Spiel zueinander aufweisen, zeugt von der Ausgereiftheit der Konstruktion und der hohen Fertigungsgenauigkeit.



Das Spherical-System erlaubt eine Verschiebung der inneren zur äußeren Helmschale.

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Das Spherical-System erlaubt eine Verschiebung der inneren zur äußeren Helmschale.



Das System ist sehr gut verarbeitet und hat kein unerwünschtes Spiel.

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Das System ist sehr gut verarbeitet und hat kein unerwünschtes Spiel.



Durch die äußere Schale zieht sich ein durchsichtiges „Skelett“ zur Verbesserung der Stabilität.

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Durch die äußere Schale zieht sich ein durchsichtiges „Skelett“ zur Verbesserung der Stabilität.

Auf dem Kopf

Setzt man den Giro Eclipse Pro Spherical zum ersten Mal auf, fällt auf, dass der Helm fast ausschließlich über das umlaufende Kopfband Kontakt zum Träger hat. Ansonsten hat der Helm nur ganz leicht an einer Stelle in der Kopfmitte, genau dort, wo das einzige kleine Polster positioniert ist, direkten Kontakt zum Kopf. Das ist ein deutlicher Unterschied im Tragegefühl zu Helmen, bei denen dünne Polster über den gesamten Kopf verteilt sind und der Helm deshalb mehr von oben aufsitzt. Selbst wenn ich mit der Hand von oben auf den Helm drücke, spüre ich nur an der mittigen Stelle auf der Oberseite des Kopfes den direkten Kontakt.

Diese spezielle Passform führt dazu, dass es sich ganz leicht so anfühlt, als würde der Helm ein wenig zur Seite pendeln, wenn ich den Kopf sehr stark zur Seite neige. Dieses Thema poppt jedoch nur zu Anfang der Anprobe auf, solange ich nicht auf dem Rad sitze. Beim Fahren verschwende ich schon nach wenigen Kilometern keinen Gedanken mehr daran. Jetzt freue ich mich über die Möglichkeit, das Kopfband sehr feinfühlig und in kleinen Schritten an meinen Kopf anpassen zu können. Das recht kleine Drehrad zur Einstellung lässt sich auch während der Fahrt sehr gut bedienen und ohne Kraftaufwand in beide Richtungen drehen.

Kommt man erst mal in Fahrt, fällt schnell auf, dass die Aerodynamik des Helmes gut zu funktionieren scheint. Ab einem Tempo von 25-30 km/h hat man klar das Gefühl, dass der Helm ordentlich von Luft durchströmt wird und dabei eine effiziente Kühlung bietet. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass die Lüftung und Kühlung bei einem Tempo unter 20 km/h sehr überschaubar ist. Das ist aufgrund der Helmschale und der Aero-Optimierung auch kein Wunder und taucht so bei vielen aero-optimierten Helmen auf. Nicht immer funktioniert die Belüftung jedoch bei höheren Tempi so gut wie beim Giro.



Die Passform des Giro Eclipse Spherical Pro ist ausgezeichnet

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Die Passform des Giro Eclipse Spherical Pro ist ausgezeichnet – fast alle unserer Brillen haben gut zum Helm gepasst.

Dank dem komfortablen, gut gepolsterten Stirnband, das den Kopf weit umschließt, sitzt der Giro Eclipse Pro Spherical sehr angenehm und fest auf dem Kopf. Lediglich auf ruppigem Untergrund spürt man leichte Bewegungen des Helmes. Diese scheinen durch die spezielle Konstruktion begünstigt zu werden, denn der Helm wird wie bereits schön erwähnt hauptsächlich über das Kopfband gehalten und liegt ansonsten nur punktuell am Kopf an. Die Bewegungen sind dann zwar spürbar, aber ohne große Relevanz, da sich der Helm nicht wirklich auf dem Kopf verschiebt, sondern sich nur wie bei einer Federung relativ zum fest sitzenden Kopfband bewegt.

Die Passform ist ausgezeichnet, auch bei langen Ausfahrten über vier Stunden Dauer kam es nicht zu unangenehmen Druckstellen. Zudem hat das umlaufende Stirnpolster den angenehmen Nebeneffekt, dass es Schweiß, der von oben kommt, sehr gut aufsaugt und somit ins Auge tropfenden Schweiß weitestgehend verhindert. Lediglich an sehr heißen Tagen, an denen man extrem stark schwitzt, kann es trotzdem dazu kommen, dass Schweißtropfen in die Augen gelangen. Dann wird es auf langen Bergfahrten schon auch mal heißer als unter einem Helm mit mehr Öffnungen in der Schale. Allerdings empfand ich den Giro Eclipse Pro Spherical nie so schwitzig und heiß wie einen echten Aero-Helm mit fast komplett geschlossener Schale.



Von hinten sind die vielen Belüftungsöffnungen zu sehen

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Von hinten sind die vielen Belüftungsöffnungen zu sehen – sie sorgen für eine gute Durchströmung des Helmes mit frischer Außenluft.

Das Gewicht von 290 Gramm ist vor allem im direkten Vergleich zu deutlich leichteren Helmen auch auf dem Kopf präsent, es fällt jedoch nicht wirklich unangenehm auf. Auch dank dem komfortablen Tragesystem, das sich auch sehr einfach in der Höhe verstellen lässt und somit gut an jede Kopfform angepasst werden kann. Spezielle Halterungen für die Radbrille gibt es keine, die meisten Brillen im Test ließen sich aber gut an den vorderen Belüftungsöffnungen einfädeln und fanden dann guten Halt auf schweißtreibenden Anstiegen.

Fazit – Giro Eclipse Pro Spherical

Mit dem Giro Eclipse Pro Spherical zündet Giro die nächste Evolutionsstufe des eigenen aerooptimierten Rennrad-Helms. Die Spherical-Technologie ist schon vom Vorgänger und vom Giro Aries bekannt, das macht ihren Nutzen jedoch keineswegs schmäler. Wenn man den Helm in der Hand hält und die Helmschalen gegeneinander bewegt, wird der Sinn schnell klar. Doch die Technik ist auch aufwendig und bringt einen gewissen Gewichtsaufschlag mit. Mit 290 Gramm auf der Redaktionswaage ist der Eclipse Pro Spherical keinesfalls der leichteste Helm in unserem Regal. Dafür sind die Verarbeitung erstklassig und die Optik sehr ansprechend. Die versprochenen Aero-Werte können wir in der Praxis nicht überprüfen, aber die Belüftung ist für einen Helm dieser Kategorie einwandfrei gelungen. Dass für das stimmige Gesamtpaket ein Preis von deutlich über 300 Euro fällig wird, ist nicht überraschend, aber trotzdem unschön. Freilich ist Giro nicht allein mit so ambitionierten Preisen.

Artikelbild

Giro Eclipse Pro Spherical – Pro / Contra

Stärken

Top Verarbeitung
Hoher Tragekomfort

Giro - Eclipse Pro - Radhelm Gr 51-55 cm - S beige

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Weitere kurze Tests aus der Serie Ausprobiert findest du auf dieser Übersichtsseite. Wenn du ein Produkt für einen ersten Test vorschlagen möchtest, schreibe uns einfach hier eine Nachricht!

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Text: Harald Englert / Fotos: Harald Englert

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