Wenn Santiago Calatrava am 28. Juli seinen 75. Geburtstag feiert, dann dürfte der Radius der Gratulationen seinem Wirkungskreis entsprechen. Also kann der in Zürich und New York lebende Architekt mit weltweiter Resonanz rechnen. Dass Calatrava zur Spezies der „Stararchitekten“ gehört, verdankt sich einem Paradox: Zwar beruht sein Ruhm zu einem erheblichen Teil auf ingenieurstechnischen Leistungen – Brücken, sein Lieblingssujet, aber auch Bahnhöfe sind hier besonders zu nennen; dennoch eignet diesen Bauten etwas Organisches und Skulpturales. Also das Gegenteil dessen, was normalerweise mit Zweckdienlichkeit in Verbindung gebracht wird.