Wegen Absage an Pirlo

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Das Chaos beim italienischen Fußballverband FIGC geht weiter. Nachdem bekannt wurde, dass Andrea Pirlo aufgrund seiner Beziehungen nach Russland nicht Nationaltrainer Italiens wird, gibt es nun personelle Konsequenzen. Wie der renommierte italienische Journalist Gianluca Di Marzio berichtet, legen der Technische Direktor Paolo Maldini und Berater Leonardo ihre Ämter nieder – nach nur 16 Tagen.
Was war vorgefallen? Nach dem Verpassen der dritten Weltmeisterschaft in Serie und dem Aus von Gennaro Gattuso galt Pirlo als designierte Nationaltrainer der Squadra Azzurra. Der einstige Mittelfeldstar trainiert derzeit für ein Millionengehalt den United FC in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der dem russischen Milliardär Sergey Lomakin gehört. Zudem ist Pirlo globaler Markenbotschafter des russischen Wettanbieters Fonbet. Vor einigen Wochen war er zu einer Autogrammstunde in Moskau, was angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht nur in Italien für Aufregung sorgte.
Italiens neuer Verbandspräsident Giovanni Malagò hatte Maldini erst am 11. Juli als Technischen Direktor installiert. Der 126-fache Nationalspieler wurde mit der Suche nach einem neuen Trainer beauftragt, der den Neuaufbau der Squadra Azzurra leiten sollte. Nachdem sich der Verband aus den genannten Gründen gegen Pirlo entschieden hat, wird Maldini wohl sein Amt in Kürze niederlegen.
Favorit auf die Nachfolge Maldinis ist Giorgio Chiellini, der bei Italiens letztem Triumph bei der Europameisterschaft 2021 als Spieler auf dem Platz stand. Der 41-Jährige ist aktuell Manager bei Juventus Turin. Als heißer Kandidat auf den Trainerposten gelte inzwischen Roberto Mancini, der diese Position bereits zwischen 2018 und 2023 bekleidete. Im Hintergrund fallen auch die Namen Antonio Conte und Thiago Motta, die beide vereinslos sind. Malagò muss nun entscheiden, ob er den Trainer alleine auswählt oder mit seinem neuen Technischen Direktor zusammen.
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