Erst in jüngster Vergangenheit hat Google angekündigt, die PIN-Regeln für alle Android-Geräte zu verändern. Künftig haben Nutzer:innen dadurch deutlich weniger Versuche, um ihr Gerät in einem bestimmten Zeitraum zu entsperren. Wer zu viele falsche PINs eingibt, riskiert eine temporäre Sperre des Android-Geräts. Jetzt setzt Samsung aber noch einen oben drauf.
So strikt sind Samsungs neue PIN-Regeln
In der Ankündigung verrät das Unternehmen, dass ab One UI 9 neue Regeln für die maximale Anzahl falsch eingegebener PINs gelten. So sieht das neue Limit vor, dass schon nach fünf fehlgeschlagenen Versuchen eine Sperre von einer Minute erfolgt. Bei sechs falschen Versuchen steigt die temporäre auf fünf Minuten, bis sie nach zehn Versuchen sogar vier Stunden andauert.
Noch gravierender wird es, wenn Samsung-Nutzer:innen auch nach dieser Frist weiter die falsche PIN eingeben. Nach dem elften Versuch drohen zwölf Stunden Sperre, nach dem zwölften Versuch 24 Stunden. Läuft diese Sperre ab, sollten Galaxy-Besitzer:innen sich gründlich überlegen, welche Zahlenfolge sie als Nächstes eingeben. Denn nach dem 13. Versuch zieht Samsung eine endgültige Grenze.
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Wie es in der Übersicht heißt, wird das Galaxy-Smartphone oder -Tablet dauerhaft gesperrt. Die einzige Möglichkeit, die Sperre wieder aufzuheben, ist, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Damit werden auch sämtliche Daten auf dem Samsung-Gerät gelöscht. Samsung betont, dass User:innen jederzeit darüber informiert werden sollen, wie viele Versuche sie noch haben und welche Strafen drohen, wenn erneut eine falsche PIN eingegeben wird.
Laut Samsung soll mit der neuen Regelung verhindert werden, dass sich Unbefugte per Brute-Force-Methode Zugriff auf das Galaxy-Gerät verschaffen. Dabei werden so lange systematisch Zahlenkombinationen eingegeben, bis der richtige Code erraten wurde. Dennoch sind die Regeln im Vergleich mit Googles Android-Anpassungen deutlich strikter. Google sieht maximal zwölf Versuche in einer Minute und 1.800 Versuche innerhalb von fünf Jahren vor.
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Wer eine biometrische Entsperrmethode per Fingerabdruck oder Gesichtsscan nutzt, ist von der Veränderung trotzdem betroffen. Denn durch die Sicherheitsregeln von Android wird die PIN standardmäßig alle 72 Stunden abgefragt, selbst mit einer anderen Entsperrmethode. Es bleibt also weiterhin wichtig, dass Galaxy- und Android-User:innen sich ihre PIN merken.
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