Kunst begegnet man in Singen nicht nur im Museum: Bei zwei Führungen am Donnerstag, 30. Juli, und Sonntag, 2. August, lädt das Kunstmuseum Singen dazu ein, ausgewählte Kunstwerke im öffentlichen Raum sowie mit Otto Dix’ „Krieg und Frieden“ im Rathaus Singen neu zu entdecken. Beide Führungen machen die besondere Bedeutung der Kunst für Singen aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar.

Am Donnerstag, 30. Juli, um 18 Uhr führt Cornelia Maser zu ausgewählten Werken im öffentlichen Raum. Singen zählt zu den Städten am deutschen Bodenseeufer, in denen Kunst im Stadtraum früh und kontinuierlich gefördert wurde. Bereits seit 1928 ist sie Bestandteil der Stadtentwicklung. Einen wichtigen Impuls setzte das internationale Kunstprojekt Hier, Da und Dort anlässlich der Landesgartenschau 2000.

Über Jahrzehnte hinweg entstanden in Singen Werke regional und international renommierter Künstlerinnen und Künstler. Arbeiten unter anderem von Joseph Kosuth, Ilya Kabakov und Harald F. Müller beziehen sich auf ihre jeweilige Umgebung und eröffnen neue Perspektiven auf die Stadt. Der Rundgang zeigt, wie Kunst, Architektur und Stadtgeschichte in Singen miteinander verbunden sind und macht den besonderen Beitrag der Kunst zum Stadtraum sichtbar. Treffpunkt: Kunstmuseum Singen, Foyer. Kosten: acht Euro

Am Sonntag, 2. August, um 11.30 Uhr steht eines der bedeutendsten Kunstwerke Singens im Mittelpunkt: Otto Dix’ 1960 entstandenes Wandbild „Krieg und Frieden“ im Rathaus. Es ist das einzige erhaltene monumentale Wandbild des Künstlers. Beatrice Dumitrescu führt durch das Werk, erläutert seine Bildsprache und ordnet es in seinen historischen Kontext ein. So werden die Zusammenhänge zwischen Entstehung, Aussage und Wirkung des Wandbilds anschaulich nachvollziehbar. Treffpunkt: Rathaus Singen, Hohgarten 2. Kosten: vier Euro plus Eintritt.

Für beide Führungen wird eine vorherige Buchung auf der Website des Kunstmuseums empfohlen. Karten sind nach Verfügbarkeit an der Tageskasse erhältlich.