Safari ist manchmal unerträglich langsam. Dabei beschwert sich macOS gelegentlich, dass kein Speicher mehr verfügbar wäre. Wenn ich in der Systemeinstellung „Allgemein > Speicher“ nachsehe, ist tatsächlich kaum noch Platz auf der SSD frei. Ich habe jedoch nichts geladen, das sie derart füllen könnte.
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Löschen Sie bei nahezu vollem SSD-Speicher erst einmal überflüssige Dateien im Finder. Wenn Sie sich aber sicher sind, keine riesigen Dateien, Fotos oder Videos geladen zu haben – und Safari zeitgleich muckt –, lohnt sich ein Blick in das Dienstprogramm „Aktivitätsanzeige“.
Geben Sie oben rechts im Suchfeld „Safari“ ein, um die Menge der angezeigten Prozesse zu begrenzen. Ziehen Sie das Fenster so breit, dass die Kategorien-Reiter in der Symbolleiste sichtbar werden und wechseln Sie in die Ansicht „Speicher“. In der Regel ist die Liste nach Speicherbedarf der Prozesse sortiert. Jeder Tab in Safari hat dabei seinen eigenen Prozess, zu erkennen am „https://“ im Namen.
Werte in Höhe von mehreren hundert MByte sind heutzutage bei vielen Websites normal. Große, bildlastige Nachrichtenportale gönnen sich sogar gerne mal über ein GByte Speicher. Viele offene Tabs können sich dabei schnell auf viele GByte aufsummieren. Passt nicht mehr alles ins RAM, muss macOS Inhalte auf die SSD auslagern. In der Regel ist das aber kein Problem.
Anders sieht es aus, wenn der Speicherbedarf einer Website immer weiter ansteigt, was etwa aufgrund eines Bugs in Safari passieren kann. So hatten wir den Fall, dass die Hotel-Webseite hilton.com über 47 GByte für sich beanspruchte und der Wert sogar stetig stieg. Dabei war die Webseite gar nicht mehr geöffnet. Hier handelte es sich um einen Zombie-Prozess, den Safari nicht beendet hatte. Den Speicherfraß konnten wir allerdings auch mit aktiver Seite reproduzieren.
Geht der SSD-Speicher zuneige, kann auch Safari die Ursache sein.
Um der Lage spontan Herr zu werden, reicht in der Regel ein Neustart von Safari. Möchten Sie dabei keine geöffneten Tabs verlieren, stellen Sie gegebenenfalls in den Einstellungen unter „Allgemein“ die Option „Safari öffnen mit“ auf „Allen der letzten Sitzung“ um. Beim Beenden von Safari werden alle zugehörigen Prozesse geschlossen und der Speicher nach einer gewissen Zeit mit etwas Verzögerung wieder freigegeben. Passiert das nicht, hilft in jedem Fall ein Neustart des Macs.
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Wenn ein Prozess wie hier über 47 GByte RAM beansprucht und der Mac über weniger verfügt, muss macOS die Daten auf die SSD auslagern.
Nicht immer ist das jedoch eine dauerhafte Lösung und der Übeltäter macht sich nach kurzer Zeit wieder im RAM breit. In unserem Fall half es schließlich, Cookies, Caches und andere Daten der betreffenden Website zu löschen. Öffnen Sie dazu die Safari-Einstellungen im Reiter „Datenschutz“. Klicken Sie auf „Websitedaten verwalten“, suchen Sie nach der amoklaufenden Seite und entfernen die Daten. Bei Websites mit Account müssen Sie sich danach erneut anmelden, weil auch die Anmeldeinformationen gelöscht werden. Auch gefüllte Warenkörbe sind unter Umständen weg.
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(Tobias Engler)
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