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Maxxis Minion DHX – Infos und Preise
Lange wurde über den möglichen, im World Cup 2025 bereits gesichteten Minion DHF-Nachfolger gemunkelt – nun ist er da, heißt aber DHX! Der neue Zuwachs der Maxxis Minion-Reihe ist ein absoluter Hardpack-Spezialist und soll dank großer Stollen und sanftem Übergang von der Mitte auf die Seite für Komfort und Kontrolle auf schnellen Bikepark-Strecken sorgen. Der Reifen ist zunächst in der ebenfalls gänzlich neuen DH-Karkasse sowie den Größen 29″ und 27,5″ sowie 2,5″ Breite erhältlich und kostet 79,90 €. Bis Anfang 2027 sollen dann Versionen mit Exo+ und DD-Karkasse kommen, wobei letztere 5 € teurer ist.
Laufradgrößen 27,5″, 29″
Reifenbreiten 2,5″
Gummimischung MaxxGrip / MaxxTerra (später verfügbar)
Karkasse neue DH-Karkasse (120 tpi), DD, Exo+ (später verfügbar)
Gewicht 29″ – 1.536 g | 27,5″ – 1.415 g (gewogen, beides DH-Karkasse, MaxxGrip)
verfügbar ab sofort (DH2 MaxxGrip), Rest kommt bis Anfang 2027
www.maxxistires.de
Preis (UVP): 79,90 € (Exo+, DH2) | 84,90 € (DD) | Bikemarkt: Maxxis Minion DHX kaufen
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Der neue Maxxis Minion DHX ist ein Hardpack-Reifen für moderne und sehr schnelle DH-Strecken – gleichzeitig stellt Maxxis eine neue DH-Karkasse vor.
Diashow: Neuer Maxxis Minion DHX im Test: Hardpack-Spezialist mit neuer DH-Karkasse
Bei der ersten Sichtung des neuen Minions haben wir noch vermutet, dass der Reifen ein Allrounder für eher lose Böden sein könnte. Dabei haben wir uns wohl von den großen Stollen und dem – etwas merkwürdigen – Fakt verwirren lassen, dass der Reifen zuerst beim Downhill World Cup in Val di Sole 2025 aufgetaucht ist – einer der losesten Strecken im Kalender. Tatsächlich ist nämlich so ziemlich das Gegenteil der Fall, denn die großen Stollen bieten eine relativ geschlossene Fläche mit einer sehr schmalen Lücke zwischen Mittel- und Seitenstollen. Ballert man vollgas in einen meterhohen Bikepark-Anlieger, soll das für einen sanften Übergang und möglichst viel Kontrolle sorgen.
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Das Profil erinnert durchaus an die Minion-Familie – die Stollen sind insgesamt sehr flächig und breit abgestützt.
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Der Abstand zwischen Mittel- und Seitenstollen ist sehr gering – in Anliegerkurven soll das einen sehr sanften, kontrollierten Übergang auf die Seitenstollen ermöglichen.
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Die breiten Mittelstollen sollen für ausreichend Bremsgrip auf hartem Boden sorgen.
Auffällig ist auch der breite Kanal in der Mitte des Profils, der laut Maxxis dafür sorgt, dass man mit relativ kleinen Inputs mühelos in die Seitenlage kommt. Die Mittelstollen sind richtig breitflächig ausgeführt und sorgen so für Auflagefläche, Dämpfung und Komfort, und auch die Seitenstollen fallen wesentlich größer und breiter abgestützt aus als etwa am alten Minion DHF. Der Bremsgrip soll so zudem deutlich erhöht worden sein – solange man auf harten Böden unterwegs ist. Maxxis selbst gibt zu, dass die schmalen Abstände zwischen den Stollen die Allrounder-Eigenschaften, etwa beim Einsatz auf lockeren Böden, einschränken. Allerdings war das Entwicklungsziel auch, einen reinen Bikepark- und Hardpack-Spezialisten für Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten auf Newschool-Strecken zu konstruieren. Erfolgreich anscheinend, denn Jackson Goldstone und Luca Shaw konnten mit dem Minion DHX bereits World Cup-Rennen gewinnen.
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Auffällig ist der komplett freie Kanal in der Reifenmitte – laut Maxxis kippt der Reifen dadurch bei recht geringem Input willig in die Kurve und sorgt für ein direktes Fahrverhalten.
Der Reifen ist zunächst lediglich in der neuen DH2-Karkasse sowie MaxxGrip-Gummimischung in 29″ und 27,5″ Größe mit 2,5″ Breite erhältlich. Nach und nach folgen weitere Versionen mit Exo+ und DD-Karkassen sowie härterer MaxxTerra-Mischung. Im ersten Quartal 2027 soll dann alles verfügbar sein, wobei es die dünnere Karkasse in 27,5″ lediglich mit MaxxTerra-Mischung geben wird. Der Minion DHX ist auch explizit für E-MTBs freigegeben und soll mit seinen großen Stollen hervorragend zum erhöhten Drehmoment moderner E-Bike-Antriebe passen.
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Vrääääähm – auch E-Biker dürfen den neuen Minion DHX montieren.
Neue Maxxis DH-Karkasse
Mit dem neuen Profil des Minion DHX ist es nicht getan, denn Maxxis stellt parallel eine komplett neue Downhill-Karkasse vor, die auch in allen anderen DH-Reifen der Marke Einzug finden wird. Ziel der Entwicklung soll es gewesen sein, möglichst garantieren zu können, dass die Teamfahrer ohne Defekt ins Ziel kommen – schließlich wurde der „Protected“-Status im Downhill World Cup vor einigen Jahren abgeschafft. Eine relevante Änderung ist das neue Gewebe, das nun 120 TPI (Threads Per Inch) statt 60 TPI bietet und gleichzeitig leichter und stabiler sein soll. Zudem soll das feinere Gewebe dafür sorgen, dass sich der Reifen sensibler an Unebenheiten anpasst. Die Überlappung in der Mitte des Reifens wurde zudem deutlich erhöht und geht nun bis in die Schulterbereiche.
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Maxxis stellt eine komplett neue DH-Karkasse vor – diese wird auch bei anderen DH-Reifen der Reifenspezialisten Einzug halten.
Von außen gut spürbar ist die wesentlich härtere Butyl-Einlage, die einen stabileren Stand des Reifens sowie einen verbesserten Schutz der Felge garantieren soll. Dazu gibt’s einen neuen Seitenwand-Schutz, der verhindern soll, dass der Reifen von scharfkantigen Steinen aufgeschlitzt wird – insbesondere bei heftigen Kurvenlagen, wie sie im DH World Cup erreicht werden. Alles zusammen ergibt laut Maxxis ein progressives Karkassen-Design: Der Reifen soll weiterhin sensibel auf feine Schläge ansprechen, bei harten Hits oder heftigen Kompressionen und Kurven jedoch mehr Gegenhalt und Dämpfung aufbringen. Maxxis zufolge fällt die neue Karkasse trotz stabilerer Konstruktion nicht schwerer aus als die alte Version.
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Die härtere Butyl-Einlage ist von außen leicht spürbar – im Übrigen wird die Verpackung von Reifen mit der neuen DH-Karkasse deutlich markiert sein, sodass es hier keine Verwechslung geben kann.
Mit der neuen Karkasse macht Maxxis interessanterweise fast das Gegenteil der beiden Konkurrenten Schwalbe (Schwalbe Romy-Test) und Specialized (Specialized Radial-Reifen-Test), die kürzlich überarbeitete Radial-Reifen auf den Markt gebracht haben. Diese haben in radialer Richtung nachgiebigere Karkassen und sollen sich so dem Boden besser anschmiegen. Dafür muss man tendenziell eher etwas mehr Luftdruck fahren, auch wenn die Hersteller dazu nicht raten. Die neue Maxxis DH-Karkasse fällt nun zumindest im felgennahen Bereich deutlich steifer aus, weshalb Maxxis auch zu etwa 0,2 bar weniger Luftdruck rät.
Auf dem Trail
Für einen ersten Eindruck des neuen Maxxis Minion DHX sowie der neuen DH-Karkasse hat Maxxis mich zunächst nach Leogang und Saalbach eingeladen. Anschließend konnte ich mehrere Reifensätze sowie einen Minion DHR II mit neuer Karkasse mitnehmen und im Enduro- und Downhill-Einsatz auf mir vertrauten Trails testen. Montiert waren die Reifen dabei an einem Trek Fuel LX sowie an einem Specialized Demo 11 S-Works.
Ein großer Teil meiner Teststunden und Kilometer hat mit dem Enduro-Bike stattgefunden. Und das war entgegen meinen Erwartungen auch in Ordnung, denn der Maxxis Minion DHX hat einen absolut akzeptablen Rollwiderstand. Die zähe MaxxGrip-Gummimischung und immer noch recht schwere Karkassen-Konstruktion sorgen dafür, dass man nicht gerade wieselflink den Berg hinaufschießt, aber ich habe mit deutlich Schlimmerem gerechnet. Auch mit dem von Maxxis empfohlenen und von mir im Enduro-Einsatz für gut befundenen geringeren Luftdruck – ich bin von 1,7/1,8 bar auf 1,5/1,6 bar gegangen – ändert sich daran nichts Wesentliches.
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Einen ersten Eindruck konnte ich mir auf den Bikepark-Strecken rund um Leogang verschaffen – wie von Maxxis empfohlen, bin ich mit dem Luftdruck etwas runtergegangen. Der Reifen steht dann immer noch extrem stabil und faltet oder knickt in Kompressionen nicht.
Trotzdem wäre aktuell weder der Minion DHX noch die neue Karkasse meine erste Reifen-Wahl im Allround-Enduro-Einsatz. Der Reifen ist nämlich wie beworben ein echter Hardpack-Spezialist. Hier kann er tatsächlich mit viel Gegenhalt, Dämpfung und einer absolut vorhersehbaren Fahrweise überzeugen. In schnellen Bikepark-Anliegern kippt der Reifen nicht auf die Außenstollen, sondern hat einen kaum spürbaren Übergang. Die Seitenstollen selbst stehen sehr stabil – ein Wegknicken, wie man es von Reifen wie dem Magic Mary oder Butcher kennt, lässt sich kaum provozieren. Der Bremsgrip auf sehr harten Böden kann auch überzeugen, allerdings benötigt die Karkasse auch mit gesenktem Luftdruck einiges an Gegendruck, um sich so richtig schön am Boden anzuschmiegen.
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Im Enduro-Einsatz braucht es recht viel Gegendruck, um von der neuen DH-Karkasse zu profitieren. – Wer zwar Pannensicherheit haben will, aber eher im mitteldeutschen Fichtenslalom unterwegs ist, ist mit der alten DH-Karkasse besser aufgehoben.
Kommt man mal in leicht loseres Terrain, bremst der Reifen initial, fängt dann aber recht unvermittelt an zu rutschen. Auf zwar sehr trockenen, aber auch mit tiefem Staub bedeckten Naturtrails bin ich teils auch seitlich recht unvermittelt weggerutscht, was ich auf das eher geschlossene Profil und den fehlenden Anpressdruck schieben würde. Letzteres führt auch dazu, dass sich die Karkasse dann etwas zu steif, fast schon hölzern anfühlt. Der Minion DHX ist definitiv weit davon entfernt, ein Allrounder zu sein, und richtet sich eher an ambitionierte Racer oder Bikepark-Fans, die sich einen schnell rollenden Reifen mit viel Gegenhalt wünschen. Meine Eindrücke relativieren sich etwas dadurch, dass Luca Shaw den Reifen bei seiner Siegesfahrt in Loudenvielle 2026 gefahren ist – offensichtlich war er in der Lage, auf der super staubigen, losen Strecke ausreichend Anpressdruck zu erzeugen und hat im flachen oberen Teil von den guten Rolleigenschaften profitiert.
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In schnellen Hardpack-Anliegern kann ich alles unterschreiben, was Maxxis zum Reifen sagt – er geht sehr willig in die Kurve und hat einen kaum spürbaren Übergang auf die Seitenstollen, die dabei nicht einknicken.
In den kommenden Wochen werde ich noch mehr Eindrücke mit dem Downhill-Bike sammeln – an den meisten meiner DH-Tage in den Wochen vor Vorstellung des Reifens hat es gewittert und war nass – und den Artikel entsprechend aktualisieren. Ich erwarte allerdings nicht, dass diese sich in den wesentlichen Punkten unterscheiden.
Das ist uns aufgefallen
Spezialist Der Minion DHX ist wahrlich kein Allrounder! Auf harten Bikepark-Böden kann der Reifen voll überzeugen, sobald es etwas weicher und langsamer wird, vermittelt das Profil wenig Grip, wozu auch die neue Karkasse ihren Teil beiträgt.
Verschleiß In der weichen MaxxGrip-Gummimischung fällt der Verschleiß ähnlich aus wie beim bekannten Minion DHR II oder Assegai. Nach einigen Tausend Tiefenmetern sind die Bremskanten bereits deutlich angefressen. Vergleichbare Gummimischungen der meisten anderen Hersteller verhalten sich meiner Erfahrung nach allerdings ähnlich – eine Ausnahme bildet Continental, deren weichste Mischung härter ausfällt und wesentlich länger hält.
Fazit – Maxxis Minion DHX
Mit dem Minion DHX stellt Maxxis einen absoluten Hardpack und Highspeed-Spezialisten vor. Das grenzt natürlich auch den Einsatzbereich etwas ein – auf langsamen Strecken mit etwas weicherem Boden mangelt es dem DHX an Nachgiebigkeit und Grip. Die neue DH-Karkasse unterstreicht dies weiter und glänzt mit viel Gegenhalt und Kontrolle im harten Downhill-Einsatz, ist im Fichtenslalom allerdings etwas zu steif.

Maxxis Minion DHX – Pro / Contra
Stärken
schnell rollend
sehr stabil in schnellen Kurven
gute Dämpfung in Highspeed-Sektionen
hoher Pannenschutz
Schwächen
wenig Grip sobald es lose wird
zu steif für langsame, weiche Sektionen
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Der neue Maxxis Minion DHX ist ein Hardpack-Spezialist für Bikepark-Fahrer, die es richtig knallen lassen. – Für den Enduro-Einsatz auf wechselhaftem Terrain fehlen ihm etwas die Allround-Fähigkeiten, was allerdings auch nicht das Ziel der Entwicklung war.
Testablauf
Für einen ersten Eindruck des neuen Reifens und der neuen DH-Karkasse hat Maxxis uns zwei Tage nach Leogang/Saalbach eingeladen. Die Kosten für die Reise hat Maxxis getragen. Anschließend konnten wir mehrere Sätze der Reifen mit nach Hause nehmen und mehrere Wochen lang auf uns vertrauten, sehr abwechslungsreichen Strecken testen.
Hier haben wir die Maxxis Minion DHX-Reifen getestet
Leogang/Saalbach: Trail-Gebiet mit Mix aus Hardpack, Wurzeln und Steinen – recht feucht bei unserem Besuch.
Graz-Umgebung: Sehr harter Lehmboden, staubtrocken zum Testzeitraum, eher viel Gefälle, viele harte, schnelle Schläge.
Taunus: Singletrails mit hohem Loamer-Anteil. Eher weicher Boden, sehr, sehr staubig, naturbelassen und etwas langsamer.
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Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm80 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie – sitzt meistens aber auf dem Mountainbike. Downhill- und Enduro-Bikes bewegt er gerne im Renneinsatz, dreht aber auch große Runden auf Touren- und Trail-Bikes.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Trail Bikes
Vorlieben beim Fahrwerk
ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel











