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Apple plant, von Menschen, die die neuen KI-Dienste innerhalb von Siri AI besonders intensiv nutzen wollen, absehbar mehr Geld zu verlangen. Entsprechende Andeutungen machte Konzernchef Tim Cook bei der Verkündung der jüngsten Quartalszahlen in der Nacht zum Freitag. Bereits bekannt und von Apple dokumentiert war, dass Abonnenten von iCloud+, die unter anderem mehr Speicher und Zugriff auf Dienste wie Hide My Email sowie HomeKit Secure Video erhalten, auch ein größeres KI-Kontingent bekommen. Doch dabei bleibt es offenbar nicht.

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Siri AI braucht mehr Rechenleistung

Cook sprach explizit von „Upgrade-Möglichkeiten bei iCloud+“, über die Kunden ihr iCloud+-Paket erweitern könnten. In der Praxis würde das bedeuten, dass Apple Zusatzofferten plant. Der Konzern habe allerdings derzeit noch keinen „vollständigen Plan“ dafür, sagte Cook. Man könne noch nicht sagen, welche Kosten für Compute – also die KI-Inferenz – anfielen, „denn bei uns ist das ja noch früh“. Auch sei noch unklar, wie Kunden ein solches Angebot annehmen würden. „Wir werden sehen, wie da die Abnahme sein wird.“

Siri AI besteht aus mehreren Teilen. So ist das KI-System nun ein echter Chatbot mit eigener App, den man so befragen kann, wie man das von ChatGPT oder Claude gewohnt ist. Hinzu kommen neue, deutlich verbesserte Generierungsfähigkeiten für Bilder (Videos derzeit noch nicht). So kann man komplett neue fotorealistische Aufnahmen bauen lassen, was über den bekannten Image Playground hinausgeht. Innerhalb der Fotos-App sind zudem neue Formen der Bildeditierung möglich. Man kann Bilder mit Inhalten erweitern lassen oder sogar die Perspektive von Bildern verändern, etwa, in welche Richtung eine Person schaut. All das dürfte Apples Server (beziehungsweise die, die man von Google eingekauft hat) zusätzlich belasten. Apple versucht zwar, möglichst viele Teile der KI-Abwicklung lokal vorzunehmen, doch das zusätzliche Service-Geschäft lockt. Bislang hat Apple noch keine Angaben dazu gemacht, welche höheren Limits iCloud+-Nutzer standardmäßig erhalten.

Dienstegeschäft schwächelt leicht

Apples Services-Segment war im vergangenen Quartal auf 30 Milliarden US-Dollar Umsatz gesprungen, allerdings hatten Analysten rund eine Milliarde Dollar mehr erwartet. Grund sollen hier vor allem Änderungen beim App-Store-Geschäftsmodell – erzwungen durch Regulierer – sowie eine geringere Nachfrage nach mobilen Spielen sein.

Derzeit versucht Apple, seine hohen Provisionen im App Store dadurch zu retten, dass auch für sogenannte Link-outs, also Bezahllinks in Apps zu anderen Anbietern, eine Vergütung fließen muss. In einigen Ländern wurde dies aufgrund richterlicher oder staatlicher Eingriffe aber nicht umgesetzt. In den USA geht der Fall nun vor den Supreme Court, das oberste Gericht des Landes. Apple hat laut eigenen Angaben nun insgesamt 1,5 Milliarden Kunden, die bezahlte Abos nutzen.

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(bsc)

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