Samsung verändert mit dem Galaxy Z Fold 8 nach sieben Generationen radikal das Design seiner faltbaren Smartphones. Der südkoreanische Konzern setzt erstmals auf ein kürzeres und breiteres Format statt der bisher schlanken, hochkantigen Bauweise.¹
Das neue Modell wiegt nur 201 Gramm und markiert damit das leichteste Faltgerät in der Buchklappenklasse auf dem Markt. Zusammengeklappt entspricht es ungefähr der Größe eines Reisepasses.¹
Samsung orientiert sich mit der Formänderung an Vorgängern von Mitbewerbern. Google brachte sein erstes Pixel Fold bereits 2023 in vergleichbarer Bauweise, Oppo testete das Format schon zwei Jahre früher mit dem Find N. Google gab die Konzeption allerdings nach einer Generation wieder auf.¹
Apple könnte nachziehen
Berichten zufolge erwarten Analysten für September ein erstes faltbares iPhone, das ebenfalls dem Format des Fold 8 ähneln soll.¹
Das äußere Display misst 5,5 Zoll und arbeitet im Seitenverhältnis 10:16. Nutzer können dank der Breite wie auf einer kompakten Tastatur mit zwei Fingern tippen, müssen aber bei der Einhandbedienung Abstriche machen. Aufgeklappt entfaltet sich ein 7,6 Zoll großes Display im Tablet-Format 4:3.¹
Beide Bildschirme erreichen 120 Hertz Bildwiederholrate und bis zu 3000 Nits Spitzenhelligkeit. Eine neue Antireflexbeschichtung auf dem Innendisplay reduziert Spiegelungen bei Außeneinsatz merklich. Samsung hat den Displayaufbau überarbeitet: Eine Titanlegierungsfolie auf einer Titangrundplatte mit winzigen Löchern – ähnlich wie bei einem feinen Sieb – sorgt dafür, dass die Falte weniger auffällt.¹
Stärkerer Akku, aber kürzere Lebensdauer
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy – derselbe Prozessor wie im Galaxy S26 Ultra. Samsung garantiert sieben Jahre Updates für das auf Android 17 basierende One UI 9.¹
Der Akku nutzt eine Technologie, die Silizium und Kohlenstoff kombiniert – ein Material-Mix, der mehr Energie auf kleinerem Raum speichert als herkömmliche Akkus. Er fasst 4800 Milliamperestunden statt zuvor 4400. Nutzer kommen damit einen intensiven Tag mit Videos, Navigation und Fotos durch. Das 45-Watt-Laden bringt den Akku nach 30 Minuten auf rund 70 Prozent Ladestand. Kabellos lädt das Gerät mit 20 Watt.¹
Samsung gibt für das Fold 8 nur noch 1200 Ladezyklen an, bevor die Kapazität auf 80 Prozent sinkt. Beim Vorgänger waren es 2000 Zyklen. Grund ist die neue Akkutechnologie, die mehr Leistung auf kleinerem Raum ermöglicht.¹
Fehlendes Teleobjektiv beim Zoom
Die Rückseite trägt zwei 50-Megapixel-Kameras: eine Hauptkamera und ein Ultraweitwinkel. Tageslichtaufnahmen liefern scharfe Ergebnisse mit kräftigen Farben. Ein Teleobjektiv fehlt jedoch – bei einem Verkaufspreis von 2000 Euro aufwärts eine Schwäche. Zwei- und vierfacher Zoom funktionieren durch Sensor-Beschnitt, erreichen aber nicht die Qualität echter Teleaufnahmen.¹
Wer optisch heranzoomen möchte, muss zum Fold 8 Ultra greifen, das 200 Euro mehr kostet und ein dreifaches optisches Teleobjektiv mitbringt.¹
Die KI-Funktion „My FanCam» schneidet Videos automatisch zu: Nutzer öffnen ein Video mit mehreren Personen, wählen eine davon aus, und das Fold 8 folgt dieser Person durch den gesamten Clip. Das Format lässt sich frei wählen – aus Querformat wird Hochkant für Social Media.¹
Diese Einschränkungen gibt es im Alltag
Das Fold 8 verzichtet auf den Flex-Modus. Das neue Scharnier kennt nur zwei Positionen: offen oder geschlossen. Nutzer können das Gerät nicht mehr in Zwischenstellungen für freihändiges Fotografieren oder Videos aufstellen. Zudem fehlen Magnete für kabelloses Laden nach Qi2-Standard – wer magnetische Ladestationen nutzt, benötigt ein passendes Case.¹
Die Schutzklasse IP48 bedeutet: Nutzer können das Gerät kurz in Süßwasser eintauchen, müssen es aber vor Staub und Sand schützen. Konkurrenten wie Google mit dem Pixel 10 Pro Fold und Motorola mit dem Razr Fold erreichen IP68 und sind damit staubgeschützt.¹
Das Galaxy Z Fold 8 startet ab 1999 Euro mit 256 Gigabyte Speicher. Rechenleistung, Ladetempo und Displayhelligkeit entsprechen dem teureren Ultra-Modell. Die Entscheidung zwischen beiden Geräten hängt vor allem an den Kamera-Anforderungen.¹
Quellen: ¹ Welt.de: „‚Beste Idee seit Jahren‘ – warum das Galaxy Z Fold 8 überzeugt» (31. Juli 2026)