Seit 1990 feiert die Heavy-Metal-Szene im Sommer im schleswig-holsteinischen Wacken – aktuell bereits zum 35. Mal. Fast alle Größen der Metal-Welt waren mindestens einmal dort zu Gast, von Iron Maiden über Judas Priest, die Scorpions, die Böhsen Onkelz, Rammstein, Motörhead, Mötley Crüe, Alice Cooper, Ozzy Osbourne bis hin zu Saxon, Amon Amarth und Korn. Doch können sich die Metalheads noch Hoffnung auf Giganten wie AC/DC, Manowar oder gar Metallica machen?

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«Bei Metallica ist Termin-Findung, glaube ich, das Hauptproblem», sagt Festivalgründer Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur. «Die sind viel unterwegs. Wir hoffen aber.»

Ähnlich äußert sich der andere Festival-Chef Holger Hübner: Im August sei Urlaubszeit, das sei «eh heilig, familiär bedingt, und ja, wir sind auch voll dran an allen Beteiligten». Zu den Rockgrößen zähle er mittlerweile auch Bands wie Linkin Park oder System of a Down.

«Da gibt’s einige, die da noch offen sind.» Daran arbeiteten die Festivalveranstalter. «Das ist natürlich auch die Herausforderung für die nächsten Jahre, die eben auch noch mal hier herzukriegen.»

Das Wacken-Konzept

Das Wacken-Konzept beruhe aber nicht auf Weltstars, sagt Jensen. «Hier geht es nicht um die Champions League, es geht um die Olympischen Spiele des Metal.» Ziel sei die ganze Bandbreite der Musikrichtung – und dahinter stecke vor allem auch die Idee, jungen Bands eine Chance zu geben.

© Pia Bublies für die ZEIT/​DIE ZEIT

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«Wir haben hier im Metal Battle 30 Bands, die eigentlich gar keiner kennt, aber die aus der ganzen Welt kommen», sagt Jensen. «Und das zeigt eigentlich, wo Metal überall stattfindet: In Venezuela, in der Karibik, in China, in Indien, Japan. Japan ist ein großes Ding.» Darum ginge es den Veranstaltern.

AC/DC

Für AC/DC kaufe er sich jedes Mal gerne eine Karte, sagt Jensen. «Wenn sie dann kommen würden, würde ich es natürlich auch gut finden. Aber das ist nicht das, worum es in Wacken geht.» 

Grundsätzlich seien alle Bands willkommen, sagt Jensen. «Eine reine Getränkefrage, wann es und wie es passt.» Hübner ergänzt: «Wir haben 9 Bühnen, wir haben über 200 Acts hier und auch über 90 Länder sind dabei, und da ist jeder herzlich willkommen.» Ob groß oder klein, das sei egal.

© dpa-infocom, dpa:260731-930-463983/1