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Berlin – Blitzlichtgewitter statt Wintergebibber: Ab heute sonnt sich die deutsche Schauspielelite für zehn Tage wieder im Scheinwerferlicht. Am Donnerstagabend startete am Potsdamer Platz die 76. Ausgabe der Berlinale. Bei der feierlichen Eröffnung übertrafen sich die prominenten Damen der nationalen und internationalen Filmwelt mit ihren Glamour-Roben.
Durch den Abend führte Schauspielerin Désirée Nosbusch (61). Intendantin Tricia Tuttle (56) und Jurypräsident Wim Wenders (80) eröffneten das Festival, an dem als Ehrengäste der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer (61) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (53), teilnahmen.

Gaben sich gegenseitig Halt auf dem Teppich: Matthias und seine Ruby
Foto: Britta Pedersen/dpa
Heimliche Hochzeit in Brasilien
Einen ersten Auftritt als frisch gebackenes Ehepaar legten Schauspieler Matthias Schweighöfer (44) und seine Ruby O. Fee (30) hin. Erst im Januar wurde ihre heimliche Hochzeit im brasilianischen Hippie-Dorf Trancoso öffentlich.
Auf die Frage, wie es sich anfühlt, verheiratet zu sein, sagte der Schauspieler zu BILD: „Es fühlt sich gut und schön an. Wir sind schon wieder ganz lange hier. Aber leider ist es hier sehr kalt.“ Wie war die Hochzeit in Brasilien? Er zu BILD: „Es war sehr schönes Wetter. Es war sehr warm.“
Matthias Schweighöfer pendelt zwischen Amerika und Berlin. Übertragen sich die Differenzen zwischen Amerika und Europa aufs US-Filmgeschäft? Schweighöfer: „Es ist eine wahnsinnig unsichere Zeit gerade. Hoffentlich ändert sich das bald wieder.“

Bloggerin und Influencerin Caro Daur (30) sonnte sich im Blitzlichtgewitter in einem Kleid von Schiaparelli
Foto: Getty Images
Den ersten Goldenen Bären nahm Oscarpreisträgerin Michelle Yeoh (63) für ihr Lebenswerk vom amerikanischen Filmregisseur Sean Baker (54) entgegen, der für seinen Film „Anora“ im letzten Jahr vier Oscars erhalten hatte.

Michelle Yeoh
Foto: Axel Schmidt/REUTERS
Filmreifer Auftritt: Donata Wenders (60), die Frau des Jurypräsidenten, trug ein Kleid, das Designerin Mira von der Osten aus den VHS-Filmbändern ihres Mannes Wim produziert hat. Darunter auch das Kinomärchen „Der Himmel über Berlin“ (1987), „Paris, Texas“ (1984) und „Tokyo-Ga“ (1985).

Donata (60) und Wim Wenders (80)
Foto: Axel Schmidt/REUTERS
Stiller Protest auf rotem Teppich
Schauspielerin Jasmin Tabatabai (58) nutzte die Berlinale, um ihre wichtige Botschaft mit der Welt zu teilen. Sie hielt ein großes Schwarz-Weiß-Foto in die Kameras. Sie zu BILD: „Das ist Matin Ghorbani, ein junger Mann, der während der Proteste am 8. und 9. Januar vom Regime ermordet wurde. Er gehört zu den mindestens 30.000 Iranern und Iranerinnen, die ihr Leben verloren haben durch das schlimmste Massaker, das es in der iranischen Geschichte gegeben hat. Und das ist seine Frau, wie sie sich von ihm verabschiedet.“
Ihre Botschaft? „Freiheit für das iranische Volk. Freiheit für den Iran! Und dass die Menschen dort sich von diesem schrecklichen Regime befreien können. Die Berlinale hat an sich selber den Anspruch, dass sie ein politisches Festival ist. Für mich wäre es seltsam, hier heute Abend nicht der ermordeten Iraner und Iranerinnen zu gedenken. Ich möchte an mein Volk erinnern, das leidet! Die Menschen dort dürfen nicht vergessen werden.“

Die Schauspielerinnen Jasmin Tabatabai (58, Zweite v.l.)) und Pheline Roggan (44, Dritte v.l.) erinnerten an die Opfer im Iran
Foto: Nadja Wohlleben/REUTERS
Nach der Gala wurde als Eröffnungsfilm „No Good Men“ von der preisgekrönten afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat (36) gezeigt. Die romantische Tragikomödie handelt von einer Kamerafrau in Kabul, die kurz vor der Machtübernahme der Taliban um ihre Wertigkeit als Frau kämpft.
Weitere Premierengäste
Veronica Ferres (60)
Foto: RONNY HARTMANN/AFP

Lea van Acken (26)
Foto: RONNY HARTMANN/AFP

Schauspiel-Trio: (v.l.) Karoline Herfurth (41), Hannah Herzsprung (44) und Katharina Schuettler (46)
Foto: A-way!/Sebastian Gabsch

Désirée Nosbusch (61)
Foto: A-way!/Sebastian Gabsch