Im dritten Quartal 2026 erreicht der KOF Beschäftigungsindikator 2.1 Punkte, nach 1.6 Punkten im Vorquartal (revidiert von 2.2 Punkten). Mit jeder Publikation werden auch die Werte vergangener Quartale revidiert, zuletzt meist nach oben. Der Vorquartalswert fällt dagegen tiefer aus. Er beruhte im Mai noch allein auf den Antworten des ersten Quartalsmonats. Verantwortlich für die Abwärtsrevision sind ausschliesslich die Beschäftigungserwartungen, die neu bei 1.2 statt 2.9 Punkten liegen. Unter anderem dürften der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg und die gestiegenen Energiepreise die Beschäftigungsaussichten im Frühjahr stärker gedämpft haben, als es die Zahlen vom Mai erwarten liessen. Aktuell notiert der Indikator wieder etwas oberhalb seines langjährigen Mittelwerts von 1.7 Punkten. Da er der effektiven Beschäftigungsentwicklung vorausläuft, deutet dieser Stand auf einen leichten Beschäftigungszuwachs bis in den Herbst hin.
Berechnet wird der KOF Beschäftigungsindikator aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen des KOF Instituts. Er setzt sich aus zwei Teilkomponenten zusammen, dem Urteil zum aktuellen Beschäftigungsbestand und den Beschäftigungserwartungen für die kommenden drei Monate. Für das dritte Quartal 2026 haben rund 4’500 Unternehmen im Juli Auskunft gegeben. Die beiden Teilkomponenten laufen dabei auseinander. Das Urteil zum Beschäftigungsbestand sinkt per saldo von 1.9 auf 1.7 Punkte, die Erwartungen steigen dagegen von 1.2 auf 2.5 Punkte. Damit übertrifft der Anteil der Firmen, die in nächster Zeit zusätzliche Stellen schaffen wollen, jenen mit Abbauabsichten wieder etwas klarer.