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Zwanzigmal – mindestens. So oft trat Doro Pesch beim Wacken Open Air auf (davon neunmal als Headliner mit ihrer Band). So genau weiß die Sängerin das selbst nicht mehr genau, wie sie in einem Interview erklärte. Mit anderen Worten: Pesch gehört zum Metal-Festival-Klassiker einfach dazu.
Da verwundert es schon ein wenig, dass die Sängerin nun ausgerechnet bei der großen Sause zum 35-jährigen Jubiläum des Festivals nicht dabei war. Und das, obwohl sie kurz zuvor gemeinsam mit der Band The Butcher Sisters einen neuen Song namens „Wacken“ veröffentlicht hatte.
Stattdessen entschied sich die „Queen of Metal“ für eine andere Bühne mit großem Publikum. Pesch trat am Festival-Sonntag (2. August) live beim alljährlichen „Rock im Garten“ im ZDF-Fernsehgarten auf. Bei der Sondersendung des Schunkelformats tauscht Moderatorin Andrea Kiewel am Wacken-Wochende traditionell die gewohnten Schlager-Größen gegen harte Heavy Metal aus. Nun ja, zumindest in homöopathischen Dosen.
Doro Pesch und Bülent Ceylan
Doro Pesch präsentierte auf dem Mainzer Lerchenberg ihre Single „Warriors Of The Sea“ und „Wolfsherz“ – ein Duett, das sie zusammen mit Metal-Fan Bülent Ceylan aufgenommen hat. Weitere musikalische Gäste waren:
Nazareth, Kissin‘ Dynamite, Xandria sowie die finnische Newcomer-Formation HOKKA.
Ein wenig wie eine Parodie mutete es allerdings an, dass das ZDF für seinen „Rock im Garten“ auch noch zahlreiche andere Aktionen abspulte. Dazu gehörten etwa Metal-Yoga und Schlamm-Wellness beim Moorbaden. Dazu gab es auch einen Einblick in das Leben in einem Tourbus. Das hat schon etwas von der Zurschaustellung einer Subkultur, die doch längst im Mainstream angekommen ist. Oder will man genau das auf diese Art herausstellen?
Interessant: Einen Auftritt gab es auch von Evil Jared (Ex-Bloodhound Gang) und Krogi. Beide waren nur Tage vorher bereits beim Wacken zu sehen. Da wäre für Doro Pesch doch auch ein Doppel dringewesen.