Kein Morgen ohne eine Tasse Kaffee: Ob mit oder ohne Zucker und ob mit oder ohne Milch – für viele gehört das schwarze, flüssige Gold einfach mit zum Tagesbeginn dazu. Doch damit nicht genug. Auch vormittags, nach dem Mittagessen und nachmittags wird Kaffee genossen, und viele gönnen sich sogar nach dem Abendessen noch einen Espresso. Aber wie viele Tassen Kaffee pro Tag sind tatsächlich noch gesund – und wann wird es kritisch?
Die American Heart Association hat jetzt eine neue Stellungnahme herausgebracht, die bestehende wissenschaftliche Daten einordnet und eine konkrete Tagesmenge in Milligram angibt, bis zu der hin Koffein noch empfehlenswert ist. „Für die meisten Erwachsenen stuft die American Heart Association eine tägliche Aufnahme von bis zu 400 Milligramm Koffein als unbedenklich ein, was etwa drei bis fünf Tassen zu je rund 240 Millilitern schwarzem Filterkaffee entspricht“, fasst dazu das Portal forschung-und-wissen.de zusammen. Und erklärt: Oberhalb von vier Tassen täglich fand die Autorengruppe unter Leitung des Kardiologen Gregory M. Marcus von der University of California in San Francisco Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Herzschwäche.
Bis zu fünf Tassen täglich sollen unbedenklich sein
„Koffein, das in Kaffee enthalten ist, gehört für Millionen von Menschen zum Alltag. Unsere Auswertung zeigt, dass eine tägliche Koffeinzufuhr von bis zu 400 mg – das entspricht bis zu fünf Tassen koffeinhaltigem Kaffee ohne Zuckerzusatz oder Füllstoffe – für die meisten Erwachsenen unbedenklich ist und das kardiovaskuläre Risiko nicht erhöht“, wird Gregory M. Marcus in einer Mitteilung zitiert
Bessere Stimmung nach Koffein-Konsum
Menschen, die regelmäßig Koffein konsumieren, sind nach einer Tasse Kaffee meist in besserer Stimmung – besonders am Morgen. Das stellte schon im vergangenen Sommer ein Team der Universität Bielefeld fest. Gemeinsam mit Forschern der britischen University of Warwick veröffentlichten die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Mehr als 230 junge Erwachsene wurden dazu vier Wochen lang untersucht und befragt.
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Die in der Studie belegte stimmungsaufhellende Wirkung erklären die Forschenden so: Koffein blockiert die Adenosin-Rezeptoren im Gehirn, wodurch man sich wacher und energiegeladener fühlt. „Eine offene Frage bleibt jedoch, ob diese Effekte mit einer Verringerung von Entzugserscheinungen nach der Nacht zusammenhängen“, heißt es.
Energy-Drinks werden ganz anders bewertet
Energy-Drinks und Energy-Shots enthalten die drei- bis vierfache Menge Koffein eines gewöhnlichen Kaffee-Aufgusses, heißt es. Forschung-und-wissen.de schreibt dazu: „Häufig kommen weitere Stimulanzien oder Inhaltsstoffe hinzu, welche die Aufnahme beschleunigen oder die Wirkung verstärken können. In der Auswertung war eine hohe Koffeinexposition aus solchen Produkten mit einem messbaren Anstieg des Blutdrucks und mit Herzrhythmusstörungen verbunden.“
Koffeinkonsum weltweit bei Menschen und Tieren
„Weltweit konsumieren etwa 80 Prozent der Erwachsenen koffeinhaltige Getränke und der Konsum von Tee und Kaffee reicht geschichtlich weit zurück“, sagt Professor Dr. Sakari Lemola von der Universität Bielefeld laut Mitteilung. „Sogar bei wildlebenden Tieren ist Koffeinkonsum belegt, so bevorzugen Bienen- und Hummelarten Nektar von Pflanzen mit Koffeingehalt.“
Koffeinkonsum könne zu Abhängigkeit führen und – wenn er über ein gewisses Maß hinausgeht, eben zu gesundheitlichen Problemen.