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„Warum eigentlich Techno?“, fragt Marius seine Freundin Linda, die beschlossen hat, DJ zu werden. „Weil Techno das Beste ist“, antwortet sie. Und als er verständnislos den Kopf schüttelt, erklärt sie ihm, was er bisher falsch gemacht hat: „Du musst es laut hören, wirklich irre laut – und mit anderen Menschen zusammen. Und dann lässt du es in deinen ganzen Körper rein – und du spürst es, und dann irgendwann schwebst du.“

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Seit die UNESCO Techno zum Kulturerbe erklärt hat, wacht langsam auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf und beginnt zu raven. Die ARD setzt mit der Doku „Love Is  Stronger“ Dr. Motte und der Loveparade ein Denkmal, und das ZDF feiert mit der Serie „München Beats“ Techno als Form der Selbstbefreiung. Im Mittelpunkt steht die 20-jährige Linda (Jule Hermann, bekannt als Titelheldin der „Wendy“-Kinderfilme), der es Mitte der 90er-Jahre auf dem heimischen Bauernhof in Ismaning zu eng wird: „Papa, ich ersticke hier!“ Sie reißt aus nach München und entdeckt dort Techno-Raves und ihre Berufung.

Von der Tellerwäscherin zur DJ

„München Beats“ erzählt eine fast märchenhafte Von-der-Tellerwäscherin-zur-DJ-Geschichte. Und anstatt die üblichen Klischees von Partydrogen und Sex zu wiederholen, nimmt die Serie Techno als Genre und den Job von DJs ernst und vermittelt selbst Menschen, die glauben, dass Musik nur echt ist, wenn sie mit Gitarren gemacht wird, was an elektronischer Musik so besonders ist.

Das hätte genug Stoff für eine tolle Serie geboten. Doch so ganz wollte sich das ZDF offenbar doch nicht auf die Techno-Story verlassen. Leider. Deshalb wird in den Vierteiler auch die Geschichte des Niedergangs des Pfanni-Konzerns, der 1996 in München Platz für ein riesiges Partyareal machte, eine ländliche Coming-Out-Story und eine tragische Inzest-Liebe gestopft. Weniger ist mehr – nicht nur beim Techno. (ZDF)