In St. Gallen sorgt ein Bauprojekt der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje für politische Diskussionen. Geplant ist eine Grossmoschee mit imposanter Glaskuppel, prunkvollen Gebetsräumen und einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern, die Platz für mehrere Hundert Gläubige bieten soll. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf geschätzte 15 Millionen Franken.

Facebook, Xhamia El-Hidaje në St. Gallen

Protest gegen Megabau in St. Gallen: SVP lanciert Petition gegen 15-Millionen-Moschee. Fragen wirft vor allem die Finanzierung auf

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Obwohl sich die Pläne noch in einem frühen Stadium befinden und bisher kein formelles Baugesuch eingereicht wurde, formiert sich bereits Widerstand. Die SVP St. Gallen hat an einer Medienkonferenz eine Petition gegen das Projekt lanciert und fordert die lückenlose Offenlegung der Finanzquellen.

«Aus unserer Sicht handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Gebetsraum. Wir sehen darin ein Bauwerk mit einer weit über die reine Religionsausübung hinausgehenden Bedeutung», warnte SVP-Kantonsrat Donat Kuratli. Das Vorhaben müsse mit grösster Sorgfalt geprüft werden. Für Kuratli steht fest: Die Schweizer Rechtsordnung, das geltende Baurecht sowie die Interessen der ansässigen Bevölkerung müssen uneingeschränkt Vorrang haben.

Insbesondere die Herkunft des Kapitals stösst auf Skepsis. Es sei zweifelhaft, dass die Summe von 15 Millionen Franken allein durch inländische Spenden gedeckt werden könne, bekräftigte Kantonsrat Sascha Schmid. «Finanzierungen aus dem Ausland dürfen nicht hingenommen werden», forderte Schmid mit Blick auf eine mögliche Verflechtung mit ausländischen Geldgebern.

Die Partei gelangte auch im Kantonsrat mit einem kritischen Vorstoss an die Regierung. Die St. Galler Kantonsregierung stellte in ihrer Antwort fest, dass sich die Bauherrschaft laut Stadt St. Gallen im interreligiösen Dialog engagiere und etwa im Ramadan ihre Türen für Behörden, Polizei und Nachbarn öffne.

Zudem versichere die Gemeinschaft in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Finanzierung ausschliesslich über die lokale Gemeinschaft laufe und keine Mittel von islamischen Staaten fliessen.