LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Phase-3b-Studie liefert neue Vergleichswerte für die Migräneprophylaxe: Atogepant senkt die Migränetage bei 64 % der Teilnehmenden um mindestens die Hälfte. Im direkten Vergleich zu Topiramat zeigen sich zugleich weniger Abbrüche wegen Nebenwirkungen und bessere Werte in Messgrößen wie HIT-6 und Lebensqualität. Ergänzend stützen Real-World-Daten den Einsatz von Rimegepant bei behandlungsresistenter Migräne über drei Monate. Besonders im höheren Alter zeichnen Registerauswertungen ein anderes Muster bei Chronifizierung, Aura und Medikamentenübergebrauch.
Atogepant im Vergleich: Weniger Migräneattacken und bessere Verträglichkeit (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren
Wer chronische Migräne in der Praxis begleitet, stößt immer wieder auf zwei Herausforderungen: der Wechsel zwischen akuten Attacken und längeren Phasen mit Restbeschwerden sowie die Frage, wie sich die Prophylaxe wirklich an Alltagstoleranz und Wirksamkeit messen lässt. Der neue Schwerpunkt liegt dabei nicht nur auf dem Symptomkatalog, sondern auch auf differenzierten Endpunkten, die Gelegenheiten zur Über- und Fehlsteuerung reduzieren sollen. Dazu passt, dass ein Bericht in Form eines Fachgesprächs mit der Expertin Dagny Holle-Lee Anfang August die Komplexität der Erkrankung besonders im Hinblick auf die Abgrenzung zu gewöhnlichen Kopfschmerzen und das Zusammenspiel klassischer Symptome wie Übelkeit und Aura betont.
Auch die Altersverteilung verändert das klinische Bild. Aus Auswertungen italienischer Registerdaten, die im Rahmen des EAN-Kongresses 2026 vorgestellt wurden, geht hervor, dass Migräne nach dem 60. Lebensjahr deutlich häufiger in einer chronischen Verlaufsform auftritt: In der Gruppe der Über-60-Jährigen leiden 28 % unter chronischen Beschwerden, während es bei den unter 45-Jährigen 18 % sind. Auffällig ist daneben die Dynamik der subjektiven Belastung: Auf einer 1- bis 10-Punkteskala bewerteten ältere Patientinnen und Patienten ihre Schmerzen im Schnitt mit 7, jüngere dagegen mit 8. Ebenso seltener tritt Aura im Alter auf: 7 % bei den Über-60-Jährigen gegenüber 17 % unter 45-Jährigen.
Für die Therapieplanung besonders relevant sind die Registerhinweise zum Medikamentengebrauch. Laut den genannten Daten neigen etwa 50 % der älteren Patientinnen und Patienten zu einem Übergebrauch von Schmerzmitteln, während dieser Anteil bei den unter 30-Jährigen bei 24 % liegt. Als primäre Auslöser werden bei älteren Menschen vermehrt körperliche Bewegung und Stress identifiziert. Diese Kombination aus höherer Chronifizierungsrate und wahrscheinlicherem Schmerzmittel-Übergebrauch macht verständlich, warum Prophylaxe in dieser Altersgruppe nicht nur als „Zusatzoption“ verstanden wird, sondern als Mittel zur Stabilisierung des gesamten Attackenmusters.
Bei der medikamentösen Prävention liefert die Phase-3b-Studie TEMPLE neue Vergleichswerte, die genau in diese Lücke zielen. Untersucht wurde die Wirkung von 60 mg Atogepant täglich im Vergleich zu Topiramat an 545 Teilnehmenden aus zwölf Ländern, veröffentlicht im Juli 2026 in der Fachzeitschrift Lancet Neurology. Besonders deutlich sind die Ergebnisse bei der klinisch greifbaren Wirksamkeit: Atogepant reduzierte die Migränetage bei 64 % der Patientinnen und Patienten um mindestens die Hälfte. Gleichzeitig wird die Verträglichkeit als Vorteil herausgestellt, denn Abbrüche aufgrund von Nebenwirkungen kamen unter Topiramat bei 30 % der Probanden vor, während es bei Atogepant 12 % waren.
Die Wirksamkeit zeigt sich außerdem in mehreren Messgrößen, die über die reine Zählung von Attacken hinausgehen. Der HIT-6-Score, der die Beeinträchtigung durch Kopfschmerzen abbildet, sank in der Atogepant-Gruppe um 11,7 Punkte, während Topiramat bei -7,4 blieb. Im Lebensqualitätsfragebogen MSQ v2.1 wurden Verbesserungen von 33,5 Punkten gemessen gegenüber 23,1 in der Vergleichsgruppe. Auch die patientenseitige Einschätzung fällt in den Daten klar aus: 69 % bewerteten ihren Zustand unter Atogepant als „viel besser“, während dies nur auf 37 % unter Topiramat zutraf.
Neben den kontrollierten Studiensettings sind auch Real-World-Signale entscheidend, weil sie die Lücke zwischen Einschlusskriterien und heterogener Versorgungsrealität verkleinern. Seit Juli 2026 liegen dazu Daten aus einer Real-World-Studie vor, veröffentlicht im Fachmagazin Cephalalgia: Begleitet wurden 150 Patientinnen und Patienten mit behandlungsresistenter Migräne über drei Monate. Bei einer Einnahme von 75 mg Rimegepant an jedem zweiten Tag sank die Zahl der monatlichen Kopfschmerztage signifikant von durchschnittlich 12 auf 7,5; die reinen Migränetage gingen von 10 auf 6 zurück. Auch die Verteilung der Responder ist greifbar: 36 % erreichten mindestens eine 50-prozentige Reduktion der Kopfschmerztage, bei den Migränetagen waren es 43 %, und eine vollständige Remission wurde bei 11 % beobachtet.
Was diese beiden Stränge zusammenbringt, ist die praktische Bedeutung für Entscheidungssituationen in der Behandlung. Wenn Atogepant in TEMPLE nicht nur mehr Patientinnen und Patienten in die 50-Prozent-Reduktion bringt, sondern zugleich die Abbruchquote unter Nebenwirkungen senkt, wird Prophylaxe planbarer. Und wenn Rimegepant in Real-World-Daten bei behandlungsresistenter Migräne nach drei Monaten ebenfalls eine deutliche Reduktion der Kopfschmerztage zeigt, reduziert das den „Blindflug“-Effekt, der häufig entsteht, wenn Studienergebnisse auf sehr unterschiedliche Patientengruppen treffen. Für Versorgungsmodelle heißt das: In der Therapieauswahl rücken Endpunkte wie HIT-6, Lebensqualität und Verträglichkeit stärker in den Vordergrund, besonders dort, wo Registerdaten den Medikamentenübergebrauch im Alter mit hoher Relevanz zeigen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Bestseller Nr. 1 ᵃ⤻ᶻ «KI Gadgets»
Bestseller Nr. 2 ᵃ⤻ᶻ «KI Gadgets»
Bestseller Nr. 3 ᵃ⤻ᶻ «KI Gadgets»
Bestseller Nr. 4 ᵃ⤻ᶻ «KI Gadgets»
Bestseller Nr. 5 ᵃ⤻ᶻ «KI Gadgets»
![]()
Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: «Atogepant im Vergleich: Weniger Migräneattacken und bessere Verträglichkeit».




