Die UN-Hitzebeauftragte Eleni Myrivili kritisiert den Umgang der Schweiz mit den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze und fordert stärkere Schutzmassnahmen. Dies berichten die Zeitungen von CH-Medien.
Ende Juni seien in der Schweiz 340 mehr Senioren gestorben als statistisch erwartet. Myrivili sagt dazu: «Diese Todesfälle hätten verhindert werden können. Dafür gibt es keine Entschuldigung – wirklich keine.» Gerade die Schweiz müsse über robuste Schutzsysteme für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen verfügen.

Des personnes profitent d’une journee d’ete pour faire une baignade dans la riviere Maggia, a cote du Parc de jeux Meriggio le samedi 8 aout 2026 a Losone au Tessin
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Als zentral bezeichnet Myrivili Frühwarnsysteme. Warnungen allein reichten jedoch nicht aus. Vor allem ältere Menschen, die alleine lebten, müssten gezielt erreicht werden. Netzwerke sollten vor Ort überprüfen, wie es ihnen gehe, und sie bei Bedarf an kühlere Orte bringen.
Zugleich fordert die Expertin eine stärkere Anpassung von Städten an hohe Temperaturen. Gebäude müssten besser belüftet und gedämmt werden. Zudem brauche es mehr Begrünung, Schatten und Wasserelemente. Den zunehmenden Einsatz von Klimaanlagen sieht Myrivili kritisch. Diese benötigten viel Energie und gäben zusätzliche Wärme ab. Der derzeitige Ausverkauf von Klimaanlagen sei «Ausdruck einer verfehlten Stadt- oder Ortsplanung».