Spanien bringt unbegleitete minderjährige Migranten aus der überlasteten Nordafrika-Exklave Ceuta auf das spanische Festland. Dies berichtet die «Welt».
Nach dem Massenansturm von 72.000 Migranten am 30. und 31. Juli wurden erwachsene Migranten fast vollständig zurückgeschickt. Bei Minderjährigen sind unmittelbare Abschiebungen dagegen faktisch verboten. Jugendministerin Sira Rego nannte am Freitag 1342 registrierte Minderjährige, um die sich die Behörden kümmerten. Das reguläre Aufnahmezentrum in Ceuta verfügt lediglich über 29 Plätze. Deshalb nutzen die Behörden inzwischen auch Schulen, eine alte Fabrikhalle und Wohncontainer.

epa13151265 Young migrants shower at Trampolin Beach in Ceuta, Spain, 05 August 2026, after entering the Spanish enclave on 30 July during a mass crossing at the border breakwater
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Nach der Registrierung und einer medizinischen Altersprüfung sieht das spanische Ausländergesetz bei überschrittener Aufnahmekapazität einen Transfer aufs Festland innerhalb von höchstens 15 Tagen vor. Wegen der überlasteten Bürokratie kann sich das Verfahren jedoch um Wochen oder Monate verzögern.
Unbegleitete Minderjährige erhalten in Spanien eine reguläre Aufenthaltserlaubnis. Ab dem 16. Lebensjahr bekommen sie zudem automatisch eine Arbeitserlaubnis.