Mischi Wettstein

Nach der Lausanne-Pleite reagiert der FC Basel mit einem 4:2-Sieg gegen Meister Thun. Trainer Lichtsteiner sieht viel Positives, aber auch noch Baustellen.

FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner beantwortet die Fragen von Nau.ch. – Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

Stephan Lichtsteiner sieht beim 4:2 gegen Thun «alles in allem» ein gutes Spiel des FCB.

Matchwinner Asane Sow lobt der Trainer auch wegen dessen defensiven Qualitäten.

Thun-Coach Gian-Luca Privitelli sagt, Rotationen seien aktuell unausweichlich.

Der FC Basel feiert am Sonntag den ersten Heimsieg der Saison. Gegen Meister FC Thun zeigen die Bebbi eine überzeugende Leistung und gewinnen 4:2.

Spielt der FC Basel diese Saison um den Meistertitel?

1Ja

2Nein

Nach nur zwei Toren in den ersten beiden Spielen läuft am dritten Spieltag vor allem in der Offensive mehr.

Stellt sich Trainer Stephan Lichtsteiner seinen FCB so vor wie gegen Thun? Nau.ch hat an der Pressekonferenz nachgefragt.

FC Basel «alles in allem» gut

«Es ist sicher ein weiter Weg», sagt der Trainer (Video oben). «Das Spiel heute ist gut gelaufen. Wir gingen mit der ersten Chance in Führung, was uns gegen Lausanne nicht gelungen war. Das gab uns Rückenwind und Sicherheit.»

Lichtsteiner sieht trotz des klaren Sieges einige Bereiche, in denen man sich verbessern müsse: Bei der Ballkontrolle, den Aktionen in der Offensivzone und bei den Gegentoren. «Aber alles in allem war das ein guter Match.»

Lichtsteiners Kommentar zum Spiel. – Nau.ch

Nicht von Beginn weg auf dem Platz steht am Sonntag Xherdan Shaqiri. Grund sei, dass der FCB-Star unter der Woche nicht alle Trainingseinheiten habe komplett bestreiten können. «Deshalb habe ich mich entschieden, das Risiko nicht zu gehen

Zu Matchwinner und Doppelpacker Asane Sow sagt Lichtsteiner: «Ich habe relativ schnell gesehen, dass er sehr interessant ist. Nicht nur in der offensiven Phase, sondern auch in der defensiven.» Es sei nicht alltäglich, einen solchen Spieler zu kriegen.

FCB-Trainer Lichtsteiner kritisiert den Umgang in den Medien. – Nau.ch

Privitelli: «Das tun wir konsequent»

Auf Seiten der Thuner hagelt es im Joggeli – wie schon beim 0:6 gegen YB – zu viele Gegentore. Von einer löchrigen Defensive spricht Trainer Gian-Luca Privitelli aber nicht.

Erreicht der FC Thun die Top-6?

1Ja

2Nein

«Wir laufen mutig und hoch an und versuchen, Mann gegen Mann zu gehen», sagt Privitelli zu Nau.ch. Von zwei guten Ballgewinnen habe man nicht profitieren können, der FC Basel habe dann halt «eine gewisse Qualität» gezeigt.

Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli beantwortet die Frage von Nau.ch. – Nau.ch

Vor dem Spiel in Basel habe man aber gemeinsam entschieden, wieder hoch angreifen zu wollen und «unseren Stil weiterzugehen. Wir haben Spielprinzipien, die wir umsetzen wollen, und das tun wir konsequent.»

Die frühen Gegentore in den bisherigen drei Ligaspielen seien bitter, sagt Privitelli. Am Sonntag sei der FC Basel nun aber auch «sehr effizient» gewesen.

Privitelli über das 2:4 des FC Thun in Basel. – Nau.ch

Die zahlreichen Rotationen von Spiel zu Spiel erklärt der Thun-Trainer mit der Doppelbelastung. «Wir haben jeden dritten Tag einen Match und wollen das wenn möglich bis Winter so haben.»

Jedoch habe man nicht 35 Spieler im Kader, sondern 25. «Das heisst, jede Position ist doppelt besetzt. Wir versuchen, die bestmögliche Aufstellung alle drei Tage hinzukriegen.»

Thun-Trainer Privitelli erklärt die Rotationen beim FC Thun. – Nau.ch

Beim intensiven Pressing der Thuner sei es aber «einfach brutal», würden immer dieselben Spieler spielen. «Wir wollen keine Verletzten und müssen ein bisschen rotieren, wir sind dazu gezwungen.»