
AUDIO: Planeten-Parade im August (2 Min)
Astronomie zum Erleben
Stand: 10.08.2026 12:18 Uhr
Der August 2026 hält einige astronomische Highlights am mitteldeutschen Himmel parat. Neben der partiellen Sonnenfinsternis und dem Höhepunkt der Perseiden-Sternschnuppen am 12. August, wird es am 28. August auch eine partielle Mondfinsternis geben. Doch damit nicht genug: Auch die Planeten halten eine Parade am hochsommerlichen Nachthimmel ab.
Merkur, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zeigen sich Mitte August gemeinsam. Jedoch mit zwei Einschränkungen: Man muss früh aufstehen und das ideale Zeitfenster, in dem alle sechs Planeten gleichzeitig am Himmel sichtbar sind, beträgt nur wenige Minuten.
Wichtigster Beobachtungstipp: Dunkelheit ist geboten
Zudem kann man von den sechs Planeten nur vier mit dem bloßen Auge erkennen: Merkur, Mars, Jupiter und Saturn. Für Uranus und Neptun braucht man dagegen ein gutes Fernglas oder ein einfaches Teleskop.
Für eine gute Sicht ist ein dunkler Ort essenziell. Am besten abseits der großen Städte wie Leipzig, Halle, Erfurt und Dresden. Dort verdeckt das Licht der Straßenlaternen und Werbereklamen (das nicht nur Menschen beim Planetenbeobachten stört) die leuchtschwachen Planeten. Gut für die Beobachtung ist allerdings, dass wir uns in der Neumondphase befinden, wodurch kein Mondlicht die Nacht erhellt.
Wann stehen die Planeten gemeinsam am Nachthimmel?
Das Beobachtungsfenster für die Planetenparade erstreckt sich vom 9. bis zum 14. August. Wobei die beste Sichtbarkeit etwa auf den 12. und 13. August fällt. Genau dann, wenn man die partielle Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang am 12. August beobachten und wenige Stunden später auf Sternschnuppenjagd gehen kann.
Die Sonne wird in Mitteldeutschland bereits gegen 5:50 Uhr (MESZ) aufgehen. Mit der einsetzenden Morgendämmerung wird das Sonnenlicht die leuchtschwachen Objekte überdecken. Somit liegt die beste Beobachtungszeit zwischen ungefähr 04:00 und 05:15 Uhr.

Wer jedoch alle sechs Planeten gemeinsam am Himmel entdecken möchte, muss bis kurz nach 5 Uhr morgens warten. Ein Beobachtungsfenster von nur einigen Minuten. Deswegen lohnt es sich, bereits zuvor nach ein paar der Planeten Ausschau zu halten.
Die Planeten stellen sich auf
Saturn zeigt sich bereits nach der Abenddämmerung im Osten und wandert westwärts bis zum Sonnenaufgang. Er wird von den sechs Planeten am hellsten leuchten. Unterhalb von ihm wird sich Neptun befinden, der jedoch ohne optische Unterstützung nicht erkennbar ist.
Ab etwa 2:00 Uhr wird der rötlich leuchtende Planet Mars im Nordosten erscheinen und sich allmählich hoch oben am östlichen Himmel positionieren. Oberhalb von ihm befindet sich das Fernglasobjekt Uranus.
Diese vier Planeten kann man bereits suchen, wenn man auf die Jagd nach den Sternschnuppen der Perseiden geht. Merkur und Jupiter stehen dagegen tief am Nordost-Osthorizont. Hier benötigt man eine freie Sicht ohne störende Bäume oder Gebäude. Jupiter wird von beiden Planeten heller leuchten und sich dabei unterhalb von Merkur befinden.
Eine kurze Planetenparade
Während sich Merkur bereits ab 4:30 Uhr zeigen wird, muss man für Jupiter etwa eine weitere halbe Stunde warten. In den ersten Minuten wird Jupiter noch zu niedrig am Nordost-Osthorizont stehen, um ihn wirklich zu erkennen. Sobald er sichtbar ist, dauert es nicht mehr lange, bis das Licht der Morgendämmerung die Planetenparade verblassen lässt.
Wer also alle Planeten entdecken möchte, sollte mit Saturn, Neptun, Mars und Uranus anfangen. Sich ab fünf Uhr dann auf die Suche nach Merkur und Jupiter machen. Wer die Planetenparade verpasst, kann es in den kommenden Tagen noch einmal versuchen.
Jupiter wird sich in langsamen Schritten höher am Himmel positionieren. Merkur bewegt sich dagegen in größeren Schritten zum Horizont hin. Gegen den 14. und 15. August befinden sich beide Himmelskörper fast nebeneinander – zumindest von der Erdperspektive aus. Danach wird man diese sechs Planeten für einen längeren Zeitraum nicht mehr am Firmament beobachten können.