Als Gabriele Münter am 12. August 1926 in Lauenstein aus dem Zug aussteigt, trägt sie eine schwere Last mit sich. Hinter ihr liegen Jahre voller Enttäuschungen, ein erbitterter Rechtsstreit mit ihrem früheren Lebensgefährten Wassily Kandinsky und eine tiefe persönliche wie künstlerische Krise. Ihre schöpferische Kraft schien verloren. Ausgerechnet im Frankenwald, auf der Burg Lauenstein, fern der großen Kunstmetropolen, findet die Mitbegründerin des „Blauen Reiter“ den Ort, an dem sie neuen Lebensmut schöpft. Hier entstehen einige ihrer eindrucksvollsten Werke der 1920er-Jahre.