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Als Van Halen 1984 einen neuen Song namens „Panama“ vorstellten, dachten manche Fans wohl, die Band hinter „Dance the Night Away“ und „Beautiful Girls“ werde endlich politisch. Schließlich war Panama in jenem Jahrzehnt ein globaler Krisenherd – der Tod von Militärführer Omar Torrijos 1981, der Aufstieg von Manuel Noriega 1983 und eine gefälschte Wahl im Frühjahr 1984, die letztlich den Weg für eine US-Invasion fünf Jahre später ebnete.

Dass die vier Mitglieder von Van Halen daran auch nur das geringste Interesse gehabt hätten, versteht sich von selbst – sie hatten es absolut nicht. David Lee Roth hat im Laufe der Jahre behauptet, „Panama“ handle von einem Dragster namens Panama Express oder von seinem Opel Kadett Caravan Baujahr 1969, dem er den Spitznamen Panama gegeben hatte. Roth ist nicht gerade der zuverlässigste Erzähler, aber er sagt, er habe den Song geschrieben, nachdem ein Kritiker der Band vorgeworfen hatte, sie mache nur Lieder über „Frauen, Partys und schnelle Autos“. Da sie noch keinen echten Rennwagen-Song hatten, habe er kurzerhand einen aus dem Boden gestampft. Andererseits klingt eine Zeile wie „Here she comes, full blast and top down“ oder „Out an on-ramp coming through my bedroom“ ziemlich eindeutig nach einer Doppelbedeutung – ganz ähnlich wie bei Princes „Little Red Corvette“.

Die genaue Entstehungsgeschichte des Songs werden wir wohl nie erfahren. Sicher ist aber: Er destilliert den Van-Halen-Sound in exakt drei Minuten und 30 Sekunden zur Perfektion. Wer Van Halen noch nie gehört hat und verstehen will, worum es der Band geht, dem spielt man genau diesen Song. Er ist ein elegantes Schaufenster für alle vier Mitglieder.

Deshalb spielten sie ihn nach seiner Entstehung bei praktisch jedem Konzert, und deshalb hatten ihn Sammy Hagar wie David Lee Roth im vergangenen Jahr beide im Programm. Über wenig sind sie sich einig – aber dass „Panama“ live funktioniert, daran zweifelt keiner von beiden. Hier ein Blick zurück auf 22 Versionen des Songs. Lehnt euch zurück und fahrt mit.

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The Original Studio Recording
1984

„Panama“ war die dritte Single aus Van Halens „1984″, nach „Jump“ und „I’ll Wait“. Die erste davon erreichte Platz 1 und machte Van Halen zur größten Hard-Rock-Band Amerikas. „Panama“ kam in den Hot 100 nicht über Platz 13 hinaus, war aber auf MTV und im Rockradio allgegenwärtig. Wie die meisten Van-Halen-Videos jener Zeit ist es kein Hochkonzept-Kunstwerk. Man sieht die Band bei einem Arenakonzert, wie sie an Seilen von der Decke schwingt und Bier trinkt, dazu Roth auf dem Motorrad durch eine Straße, und wie er einen bizarren Pole-Dance neben zwei Doubles von sich selbst aufführt. Wer hier nach tieferer Bedeutung sucht, sucht vergebens. Und ein Rennwagen ist zu keinem Zeitpunkt zu sehen.

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Van Halen With David Lee Roth
1984

Van Halen hatten auch vor „1984″ keine Probleme, die Kassen zu füllen. Aber der Erfolg dieses Albums machte sie zur Tournee-Maschine, die jeden Sitzplatz im Handumdrehen ausverkaufte. 1984 spielten sie 101 Shows und schlossen die Tour am 2. September beim Monsters-of-Rock-Festival in Nürnberg ab, wo sie gemeinsam mit AC/DC, Ozzy Osbourne und Mötley Crüe auftraten. Die Party hätte problemlos bis 1985 weitergehen können, vielleicht sogar in Stadien. Doch Roth und die Band trennten sich, bevor das möglich war. Die Begründung für den Bruch änderte sich im Laufe der Jahre immer wieder, aber klar ist: Roth wollte einen glätteren Sound und war sauer, weil Eddie Van Halen außerhalb der Band aktiv war – allen voran auf Michael Jacksons „Beat It“. Dazu kamen Spannungen, die schon seit den Anfängen geschwelt hatten. Und trotz aller späteren Reunions spielten David Lee Roth, Eddie Van Halen, Alex Van Halen und Michael Anthony nach der Nürnberger Show 1984 nie wieder gemeinsam „Panama“ oder irgendeinen anderen Song.

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Van Halen With Sammy Hagar
1986

Als Van Halen 1985 auseinanderbrachen, glaubten viele in der Branche, David Lee Roth habe die glänzendere Zukunft vor sich. Die Band mochte Van Halen heißen, aber Diamond Dave war das Gesicht und die Stimme. Dazu besaß er eine Persona, die auf MTV wie gemacht wirkte. Im März 1986 läutete Van Halen die Sammy-Hagar-Ära mit „5150″ und der Leadsingle „Why Can’t This Be Love“ ein. Ähnlich wie sechs Jahre zuvor bei AC/DC nahmen die Fans diese neue Inkarnation der Band sofort an. Als die „5150″-Tour am 27. März 1986 im Hirsch Memorial Coliseum in Shreveport, Louisiana, startete, spielten sie gerade mal drei Songs aus der Roth-Ära: „Ain’t Talkin‘ ‚Bout Love“, „Jump“ und natürlich „Panama“.

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David Lee Roth
1986

„Eat ‚Em and Smile“ ist offiziell ein David-Lee-Roth-Soloalbum, war in Wirklichkeit aber ein Gemeinschaftswerk mit Gitarrist Steve Vai, Bassist Billy Sheehan und Schlagzeuger Gregg Bissonette – inoffiziell bekannt als die David Lee Roth Band. Das Album erreichte Platz 4 der „Billboard“ 200, die Leadsingle „Yankee Rose“ kletterte auf Platz 16 der Hot 100, und die Tour lief ordentlich. Van Halen waren bereits seit drei Monaten auf Tour, als Roth seine erste Soloshow am 16. August 1986 im Hampton Coliseum in Hampton, Virginia, spielte. Acht der 17 Songs stammten aus dem Van-Halen-Katalog, darunter „Panama“. Steve Vai macht dabei einen glaubwürdigen Job, Eddies Originalparts nachzuahmen. Er sollte bei Weitem nicht der letzte Gitarrist sein, der sich dieser kniffligen Aufgabe stellen musste.

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Van Halen With Sammy Hagar
1991

Der Krieg zwischen David Lee Roth und Van Hagar tobte 1988 weiter, als Van Halens „OU812″ gegen Roths „Skyscraper“ antrat. Und obwohl Roth mit „Just Like Paradise“ einen echten Hit hatte, war „OU812″ deutlich erfolgreicher. Die Achtziger endeten dennoch ohne klaren Sieger. Das änderte sich erst 1991, als Van Halen „For Unlawful Carnal Knowledge“ mit den Hits „Poundcake“ und „Right Now“ veröffentlichten und Roth mit „A Little Ain’t Enough“ hart auf die Nase fiel. An den meisten Abenden der „For Unlawful Carnal Knowledge“-Tour beschränkte sich Hagar auf gerade noch zwei Roth-Originale: „Jump“ und „Panama“.

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David Lee Roth
1991

Steve Vai verließ die David Lee Roth Band 1991 und wurde durch Gitarren-Ausnahmetalent Jason Becker ersetzt. Im Sommer 1991 zogen sie mit Cinderella und Extreme durch die amerikanischen Amphitheater, doch die Auslastung war in vielen Städten schwach und mehrere Shows wurden abgesagt. Wie immer setzte Roth im Setlist stark auf Van-Halen-Material. „Panama“ spielte er die meisten Abende an erster Stelle. Jason Becker hatte zwar auf „A Little Ain’t Enough“ Gitarre gespielt, musste die Tour jedoch abbrechen, als bei ihm ALS diagnostiziert wurde. Joe Holmes übernahm seinen Platz – wenige Jahre bevor er einen prominenteren Job bei Ozzy Osbourne annahm.

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David Lee Roth
1994

1994 stellte niemand mehr Van Halen und David Lee Roth gegeneinander. Van Halen waren zu diesem Zeitpunkt globale Rockgiganten, und David Lee Roth war ihr abgehalfterter Ex-Sänger, dessen Marihuanafestnahme 1993 im Washington Square Park hundertmal mehr Aufmerksamkeit erzeugte als seine jüngsten Soloarbeiten. Doch Roth war noch nicht bereit, vollständig das Handtuch zu werfen. Er tat sich mit Produzent Nile Rodgers für das Soloalbum „Your Filthy Little Mouth“ von 1994 zusammen und ging mit Terry Kilgore an der Gitarre auf Tour. Von Arenen oder Amphitheatern war keine Rede mehr – stattdessen zog er zum ersten Mal seit den frühen Van-Halen-Tagen durch den Clubbereich. Auch hier spielte er „Panama“ die meisten Abende als zweiten Song. Außerdem strich er sein gesamtes Solowerk der Achtziger bis auf „Just Like Paradise“. Es war der Beginn einer Verschiebung hin zum Van-Halen-Katalog und weg von seinen eigenen Songs – eine Entwicklung, die sich mit den Jahren noch verstärken sollte.

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Van Halen With Sammy Hagar
1995

Die Altrock-Revolution steckte noch in den Kinderschuhen, als „For Unlawful Carnal Knowledge“ im Sommer 1991 erschien. Pearl Jam waren noch zwei Monate davon entfernt, „Ten“ zu veröffentlichen, und Nirvanas „Nevermind“ sollte erst im September kommen. In der Rockwelt gab es noch reichlich Platz für Van Halen. Als sie „For Unlawful Carnal Knowledge“ jedoch mit „Balance“ nachfolgten, lagen ganze vier lange Jahre dazwischen. Die gesamte Grunge-Ära war gekommen und gegangen. Es war nun die Zeit von Hootie and the Blowfish, Sheryl Crow und Nine Inch Nails. Das hätte vielleicht nichts ausgemacht, wenn „Balance“ ein großartiges Album gewesen wäre oder wenigstens eine eingängige Single gehabt hätte. Aber es war ein schwaches Werk ohne echten Hit. Das bedeutete nicht, dass sie Probleme hatten, Tickets zu verkaufen – sie waren inzwischen eine Institution. Die „Balance“-Tour erstreckte sich über 135 Shows in 11 Monaten. „Panama“ blieb einer der wenigen Roth-Songs, die Hagar bereit war zu singen, und es gab viele Abende, an denen er ihn aus dem Setlist strich. So verrückt es klingt: Vielen im Publikum war das wahrscheinlich egal. Die kamen für „Right Now“ und andere Van-Hagar-Hits.

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Van Halen With Mitch Malloy
1996

Am Ende der zermürbenden „Balance“-Tour verließ Sammy Hagar Van Halen. Der letzte Auslöser war ein Streit um den Beitrag der Band zum „Twister“-Soundtrack, aber es hätte auch jeder andere Anlass sein können. Beide Seiten hatten über ein Jahrzehnt zu hart gearbeitet und brauchten Abstand voneinander. Der naheliegendste Schachzug wäre gewesen, auf denselben Nostalgie-Zug der Siebziger aufzuspringen wie die Eagles, Kiss, Fleetwood Mac, die Sex Pistols und Page and Plant – und David Lee Roth zurückzuholen. Doch die Van-Halen-Brüder waren entschlossen, einen dritten Sänger zu verpflichten und nach vorne zu blicken, nicht zurück. Ihr erster Versuch war Mitch Malloy, wobei es kaum über ein paar informelle Jams in Van Halens 5150-Studios hinausging, bevor die Band eine andere Richtung einschlug. In dieser sehr kurzen Zeit nahmen sie jedoch ein Demo von „Panama“ mit Mitch Malloy am Mikrofon auf, das irgendwie nach außen gelangte. Es ist ein Blick in ein Paralleluniversum, in dem er den Job bekommen hätte. (Wer mehr über Malloys Van-Halen-Saga erfahren möchte, findet hier alles.)

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Van Halen With Gary Cherone
1998

Bei den MTV Video Music Awards 1996 präsentierte die David-Lee-Roth-Besetzung von Van Halen Beck einen Preis – das erste Mal seit 1984, dass sie gemeinsam auf einer Bühne standen. Außerdem nahmen sie zwei neue Songs für eine Van-Halen-Kompilation auf. Alle gingen natürlich davon aus, dass eine Reuniontour der nächste Schritt sei. Was sie nicht wussten: Die Band hatte sich heimlich mit dem ehemaligen Extreme-Sänger Gary Cherone zusammengetan. Sie veröffentlichten das enttäuschende „Van Halen III“ und gingen auf Tour. Anders als Hagar hatte Cherone keinerlei Hemmungen, Roth-Songs zu singen. Er holte „Romeo Delight“, „Mean Street“, „I’m the One“, „Dance the Night Away“ und „Feel Your Love Tonight“ zum ersten Mal seit Roths Abgang zurück ins Programm. Und „Panama“ erklang jeden einzelnen Abend. „Aus welchem Grund auch immer hat Sammy nur vier Songs aus der Dave-Ära gespielt“, sagte Cherone 2012 zu ROLLING STONE. „Ich verstehe das. Er war ein Zeitgenosse von Dave. Das leuchtet mir ein. Aber als dritter Sänger habe ich mir gesagt: ‚Ich muss alles tun, was ich kann, um bei diesen Fans Punkte zu sammeln.‘ Ich erinnere mich, dass ich Alex gesagt habe: ‚Schau, ich mache alles, was ihr wollt.’“

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David Lee Roth
1999

Das Publikum hatte 1998 große Schwierigkeiten, Gary Cherone als neuen Van-Halen-Sänger zu akzeptieren – und trotzdem spielten sie noch Arenen. 1999 war Roth auf Venues wie dem Abyss in Houma, Louisiana, dem Midnight Rodeo in Albuquerque, New Mexico, und dem Coyote’s in Louisville, Kentucky, reduziert. Sein Album „DLR Band“ von ’98 hatte kaum Wellen geschlagen. Und sein Liveprogramm 1999, mit Bart Walsh an der Gitarre, bestand aus 17 Van-Halen-Klassikern inklusive „Eruption“ sowie „Yankee Rose“ von „Eat ‚Em and Smile“. Von einer Solokarriere war keine Rede mehr. Er war jetzt eine Ein-Mann-Van-Halen-Tributeshow – und hatte Walsh sogar aus der Van-Halen-Tributeband The Atomic Punks abgeworben.

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David Lee Roth
2002

2002 existierte Van Halen seit vier Jahren in keiner Form mehr. Deshalb wandten sich findige Konzertveranstalter an Roth und Hagar und überzeugten sie, ihre Differenzen auf Eis zu legen und gemeinsam eine Amphitheater-Tour zu co-headlinen, bei der sie den Abschluss-Slot jeden Abend wechselweise übernahmen. Auf dem Papier eine gute Idee – aber diese beiden Männer hatten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten gegenseitig durch die Presse gezogen. Die Verbitterung zwischen ihnen war keine Inszenierung. Um den Frieden halbwegs zu wahren, wurde backstage eine Wand errichtet, die ihre beiden Lager trennte. Keine Metapher – eine echte, physische Wand. „Das war nur ein Haufen Sperrholz auf kleinen Ständern“, erzählte Hagar 2022 dem ROLLING STONE. „Wenn man wirklich an jemanden rankommen wollte, hätte man sie einfach umtreten können. Ich hab manchmal gegen das Sperrholz geklopft, um Dave anzubrüllen, wenn ich mich für die Bühne fertigmachte.“ Daves Set bestand erneut fast ausschließlich aus Van-Halen-Songs – einzige Ausnahme: „Yankee Rose“ –, diesmal übernahm Brian Young die Gitarrenarbeit von Bart Walsh.

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Van Halen With Sammy Hagar
2004

Als klar wurde, dass das Publikum weder Gary Cherone noch irgendeinen anderen neuen Leadsänger akzeptieren würde, schlossen die Van-Halen-Brüder – die Roth noch immer nicht zurückhaben wollten – einen wackligen Waffenstillstand mit Hagar, der es ihnen ermöglichte, ein paar neue Songs für eine Kompilation aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Es war eine schwierige Zeit: Eddie trank stark, und die Spannungen zwischen den Van Halens, Hagar und Anthony blieben angespannt. Die letzte Show am 19. November 2004 in Tucson, Arizona, war das letzte Mal, dass Alex und Eddie gemeinsam mit einem der beiden auf einer Bühne standen. Es war auch das letzte Mal, dass sie sich überhaupt zu Gesicht bekamen.

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Van Halen With David Lee Roth
2007

23 Jahre lang hatten sie alles versucht, um genau das zu vermeiden. Sie hatten gesagt, es würde nie passieren. Doch nachdem die Hagar-Reunion im bitteren Streit endete, blieb Eddie und Alex nur eine Person, die sie anrufen konnten, wenn sie wieder durch die Arenen touren wollten. Leider weigerten sie sich, den entscheidenden Schritt zu gehen und sich mit Michael Anthony zu versöhnen, der mit seinen Backgroundvocals ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Livesounds gewesen war. Eddie holte stattdessen seinen jugendlichen Sohn Wolfgang als Bassisten. Die Fans hätten eine vollständige Van-Halen-Reunion bevorzugt, aber 75 Prozent waren gut genug, solange Eddie und Dave endlich wieder zusammen auf der Bühne standen.

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Van Halen With David Lee Roth at Cafe Wha?
2012

Die Van-Halen-Reuniontour 2007 war ein Kassenerfolg, auch wenn Fans und Kritiker über Daves Gesang, die fehlende Bühnenchemic und die Abwesenheit von Michael Anthony klagten. Als nächstes sollte ein neues Album her – was einige Jahre brauchte, da Eddie und Dave musikalisch inzwischen in völlig verschiedenen Welten lebten. Am Ende blieb ihnen nichts anderes übrig, als Demos aus ihren frühesten Tagen auszugraben und sie ordentlich einzuspielen. Als es darum ging, das Album zu promoten, lehnten sie jedes einzelne Interview und jeden TV-Auftritt ab. Stattdessen luden sie die Presse zu einer Show im winzigen Greenwich-Village-Club Cafe Wha? ein, der viele Jahre zuvor von Daves Onkel Manny Roth gegründet worden war. Ob sie „Panama“ in ihrem abgespeckten Set spielten? Muss man das wirklich beantworten?