
Microsoft prüft das Risiko, das von der Sicherheitslücke ausgeht. (Foto: aileenchik / Shutterstock)
Ein unter dem Pseudonym Nightmare Eclipse bekannter Sicherheitsforscher hat Details zu einer neuen Sicherheitslücke in aktuellen Windows-Versionen veröffentlicht. Sie trägt den Namen „Shield Break” und ermögliche es Hacker:innen, auf Geräte und Nutzer:innendaten zuzugreifen. Microsoft hatte zuvor mit rechtlichen Schritten gedroht, sollte es zu einer Veröffentlichung von Details zu bisher unbekannten Schwachstellen kommen.
Mehrere Windows-Systeme betroffen
Laut dem Beitrag des Forschers nutze „Shield Break” eine Schwachstelle in Windows Defender aus. Dabei handelt es sich um die Anti-Malware- und Sicherheits-Engine, die in das Betriebssystem integriert ist. Ein erfolgreicher Angriff ermögliche es, die Berechtigungen eines Kontos mit geringen Rechten auf vollen Zugriff auf das Gerät und die Daten zu erweitern. Den Proof-of-Concept-Exploit veröffentlichte der Forscher als Windows-App, die zur Ausnutzung ausgeführt werden muss. Betroffen seien die Betriebssysteme Windows 10, Windows 11 und Windows Server 2025. Der Sicherheitsforscher Will Dormann hat in einem Mastodon-Post bestätigt, dass die Lücke funktioniert, sofern Windows Defender aktiviert ist.
Der neue Exploit baue auf einem früheren namens „Rogue Planet” auf, den Nightmare Eclipse ebenfalls entwickelt hatte. Für „Rogue Planet” hat Microsoft schon einen Patch veröffentlicht. Der Forscher deutete allerdings an, dass diese Korrektur nicht ausreiche und der neue Exploit eine vollständige Umgehung des früheren Patches demonstriere. Für „Shield Break” hat Microsoft bisher keinen Patch veröffentlicht. Die Lücke gilt als Zero-Day-Schwachstelle, da der Tech-Konzern keine Zeit hatte, sie zu beheben, bevor der Sicherheitsforscher selbstständig Informationen über sie veröffentlichte.
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Der Streit mit Microsoft geht weiter
Nightmare Eclipse steht mit Microsoft seit Längerem auf Kriegsfuß. Er behauptete in mehreren Posts, dass ihn das Unternehmen schlecht behandelt hätte. In einem Beitrag schreibt er: „Mir wurde persönlich von ihnen gesagt, dass sie mein Leben ruinieren werden.“ Zuvor hatte er mehrere Sicherheitslücken in Windows öffentlich gemacht, bevor Patches verfügbar waren. Einige davon wurden später bei realen Angriffen ausgenutzt.
Im Mai drohte Microsoft in einem Blogbeitrag rechtliche Schritte gegen Forscher:innen wie Nightmare Eclipse an, sollten diese Zero-Day-Details außerhalb der eigenen Richtlinien veröffentlichen. Auf Anfrage von Techcrunch teilte das Unternehmen mit, es sei sich der von Nightmare Eclipse gemeldeten Sicherheitslücke bewusst und untersuche jetzt aktiv die Stichhaltigkeit und mögliche Anwendbarkeit dieser Informationen.
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