Eine Möglichkeit der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist, sich per SMS einen einmaligen Zahlencode per Textnachricht schicken zu lassen. Dieser muss dann nach dem Passwort eingegeben werden.
Zunahme von KI-gestütztem Phishing bereitet Microsoft Sorge
Microsoft warnt allerdings vor dieser Variante. In einer E-Mail hat der US-Konzern IT-Administrator:innen vor der Verwendung von SMS- oder sprachbasierter Authentifizierung gewarnt und sie dazu aufgefordert, auf Passkeys umzusteigen. Warum? Aufgrund der Zunahme von KI-gestütztem Phishing.
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Laut Microsoft hat KI es Cyberkriminellen erleichtert, SMS- und Sprachkommunikationskanäle zu manipulieren. Mithilfe von KI sei beispielsweise „SIM-Swapping“, sprich der unbefugte Tausch der SIM-Karte, einfacher geworden. Betrüger:innen könnten dadurch die Mobilfunknummer auf eine von ihnen kontrollierte SIM-Karte übertragen.
Starker Anstieg KI-gesteuerter Angriffe beobachtet
Das US-Unternehmen hat einen starken Anstieg KI-gesteuerter Angriffe beobachtet, die darauf abzielen, Nutzer:innen zur Preisgabe von Passwörtern und Codes für die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu verleiten. Diese Kampagnen weisen anscheinend höhere Klickraten auf als herkömmliche Angriffe aus der Zeit vor der KI – und das bedeutet, dass Nutzer:innen tatsächlich auf die Maschen der Angreifer:innen hereinfallen.
„SMS und Sprachauthentifizierung gehören zu den anfälligsten verfügbaren Authentifizierungsmethoden und bieten einen deutlich schwächeren Schutz gegen Phishing, SIM-Swapping und Replay-Angriffe als Passkeys“, so Microsoft in der E-Mail, die Windows Latest vorliegt. Der Wechsel zu „phishing-resistenten Methoden“ sorge standardmäßig für eine höhere Sicherheit.
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Ab 1. Februar 2027 kein Zugriff mehr via SMS für Entra-ID-Nutzer
Microsoft zieht daraus Konsequenzen. Ab dem 1. Februar 2027 wird der Zugriff für Entra-ID-Nutzer:innen auf Konten mittels SMS- oder Sprachauthentifizierung nicht mehr möglich sein. Entra ID ist der cloudbasierte Identitäts- und Zugriffsmanagementdienst von Microsoft. Er steuert, wer sich an Systemen anmeldet und auf Apps wie Microsoft 365, Azure oder externe Dienste zugreift.
Ähnliche Änderungen seien auch für Privatnutzer:innen mit einem persönlichen Microsoft-Konto geplant. Das KI-Zeitalter erfordere eine „stärkere, phishing-resistente Authentifizierung“, so das Fazit der E-Mail. Während Unternehmen den Stichtag 1. Februar 2027 im Blick behalten müssen, hat Microsoft für Nutzer:innen privater Microsoft-Konten noch keinen Termin genannt.
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