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Wer im Sommer ständig von Mücken gestochen wird, während andere daneben fast unberührt bleiben, hat nicht zwangsläufig einfach „süßeres Blut“. Es kommt auch darauf an, welche Mückenart unterwegs ist. Denn verschiedene Arten scheinen unterschiedliche Menschen zu bevorzugen.

Für die Studie wurden 119 Erwachsene zwischen 18 und 59 Jahren einbezogen. Forscher der Florida International University prüften die Anziehungskraft auf drei krankheitsübertragende Arten: die Gelbfiebermücke („Aedes aegypti“), die Asiatische Tigermücke („Aedes albopictus“) und die Südliche Hausmücke („Culex quinquefasciatus“). Gleichzeitig analysierten sie den Körpergeruch und das Hautmikrobiom der Teilnehmer.

Unterschiedliche Favoriten je nach Art

Die Vorlieben der Mücken unterschieden sich deutlich: Bei der Gelbfiebermücke flogen durchschnittlich 89 Prozent der Tiere die jeweilige Geruchsquelle an, bei der Südlichen Hausmücke 43 Prozent und bei der Asiatischen Tigermücke 27 Prozent.

Wer für eine Art besonders attraktiv war, musste für die anderen nicht automatisch interessant sein. Keine der 119 Testpersonen gehörte bei allen drei Mückenarten gleichzeitig zu den bevorzugten „Lieblingsopfern“. Bei der Gelbfiebermücke waren Männer statistisch gesehen begehrter als Frauen.

Geruch und Hautbakterien spielen mit

Auch bei den Geruchsstoffen zeigten sich artspezifische Muster. Gelbfieber- und südliche Hausmücke stachen besonders oft Menschen, denen bestimmte Duftstoffe fehlten. Die asiatische Tigermücke hingegen bevorzugte Menschen, bei denen bestimmte Stoffe vorhanden waren.

Die Forscher fanden drei Arten von Hautbakterien, die bei Menschen, die besonders viele Mücken anziehen, häufiger vorkamen. Das galt für alle drei untersuchten Mückenarten. Diese Bakterien könnten den Mücken als allgemeines Erkennungszeichen dienen, um einen geeigneten Menschen zu finden.

Ergebnisse mit Einschränkungen

Ein Pluspunkt der Studie sind die vielen Teilnehmer und die einheitlichen Bedingungen. Allerdings fanden die Versuche im Labor statt. Außerdem nutzten die Forscher bei einer Mückenart nur Geruchsproben statt echter Menschen. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass die Anziehungskraft einzelner Menschen über Jahre hinweg erstaunlich stabil bleiben kann. Weitere Studien sollen die neuen Ergebnisse nun überprüfen.