
KI-Anwendungen wird in der Medizin viel zugetraut
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Wiener Forschende ließen ein KI-System unzählige Bilder von Gewebeproben aus verschiedensten Organen zu verschiedenen Zeitpunkten über den Verlauf des Lebens von Menschen analysieren. Auf diesem Weg «lernte» es sozusagen, rein aufgrund des Aussehens auf das Alter des Organs bzw. seines Trägers zu schließen. Diese «KI-basierten ‚Gewebeuhren'», wie sie die Forscher nennen, können nun auch im Blut aufgespürt werden, wie sie im Fachblatt «Nature Medicine» berichten.
Den Einfluss des Alterns aus der sichtbaren Gewebebeschaffenheit abzuschätzen, ohne dass dort eine erkennbare degenerative Erkrankung, wie etwa Alzheimer, schon um sich greift, sei in der Regel sehr schwierig, wie es in einer Aussendung des Forschungszentrums für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am Freitag heißt. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen vom Ludwig Boltzmann Institute for Network Medicine der Universität Wien hat man unter der Leitung von André Rendeiro ein zum maschinellen Lernen fähiges System mit 25.712 Gewebeproben von 40 verschiedenen Gewebetypen aus 29 verschiedenen Organen, vom Herz bis zum Gehirn, von 983 Menschen gefüttert.