Stand: 14.08.2026 16:22 Uhr

Zwölf neue Folgen «Großstadtrevier» entstehen derzeit für die 40. Jubiläumsstaffel der ARD-Serie in und um Hamburg. Eine davon setzt ein bekanntes Wahrzeichen der Hansestadt in Szene: Die Hauptkirche St. Michaelis – Hamburgs Michel. Ein Kurzbesuch im Kirchenschiff.

von Sandra Hofmann

Das Drehteam hinter der Kamera blickt in Bildschirme

«Großstadtrevier»-Regisseur Torsten Wacker bei den Dreharbeiten.

Der Michel – ist eines von Hamburgs wohl bekanntesten Wahrzeichen. Gerade proben hier die Darsteller der Kultserie «Großstadtrevier» Szenen einer Episode, die zum Teil in der Hauptkirche St. Michaelis spielt. Schon fast sechs Monate arbeitet das Team für Dreharbeiten an immer neuen Orten in der Hansestadt – denn die ist heimliche Hauptdarstellerin der Serie.

Der Michel als Motiv ist allerdings speziell: Drehen geht nur Vormittags bei laufendem Betrieb, unter anderem wegen der Turmsanierung. Für das Großstadtrevier bedeutet das ein Rennen gegen Lärm und Zeit, das die Serie bisher gewinnt – wer weiß, vielleicht ja Dank himmlischen Beistands.

Wer den Michel als Drehort sehen möchte, muss sich gedulden

Unter dem Arbeitstitel «Die Bestie von St. Pauli» entspinnt sich in der Michel-Folge folgender Plot: Ein Ex-Häftling will sich taufen lassen, doch es gibt massiven Protest und schließlich bedrohliche Sabotage-Akte.

Regisseur Jürgen Roland (rechts) während der Dreharbeiten zur ARD-Serie "Großstadtrevier" im Jahr 1986, mit Freddy Quinn

Die Kultserie Großstadtrevier rund um den Hamburger Kiez läuft seit 1986 im Fernsehen. Sendetermine und Videos aus der NDR Mediathek.

Die Uhr tickt unerbittlich weiter, also muss die Filmcrew flugs alles wegräumen auf die Empore und in den Pausen-Raum des Kirchenchors. Unten am Altar ermitteln Komparsen als Spurensicherung und übers Hauptportal strömen Touristengruppen ein. Ein Dreh bei laufendem Kirchen-Betrieb – keine große Herausforderung für die geübte Crew.

Wann mit Staffel 40 der Michel im Großstadtrevier zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Im Oktober feiern zunächst die neuen Folgen aus Staffel 38 Premiere im NDR Fernsehen.

Zwei Schauspieler auf der Bühne

Das St. Pauli Theater widmete die Uraufführung der verstorbenen, ehemaligen «Großstadtrevier»-Schauspielerin Wanda Perdelwitz.

Marion Fedder, die Witwe des verstorbenen Hamburger Schauspielers Jan Fedder, steht vor einem alten Peugeot 402.

Der verstorbene Schauspieler hatte den Peugeot offenbar von den Dreharbeiten zu dem Klassiker nach Hamburg gebracht und in einer Garage geparkt.

Heidi Kabel als Mudder Klasen im Bürgermeisterstuhl des gleichnamigen Bühnenstücks vom Ohnsorg-Theater (1969).

Hamburg ist eine Stadt voller Geschichte und Charisma, geprägt von Menschen, die unvergessen bleiben – wie etwa Uwe Seeler, Heidi Kabel und Helmut Schmidt.

Der deutsche Schauspieler Jan Fedder repapariert einen US-Straßenkreuzer, aufgenommen 1991 in Hamurg.

Ob Großstadtrevier oder Büttenwarder: Jan Fedder, selbst ein echter Norddeutscher, spielte viele norddeutsche Charaktere. Dafür wurde er geliebt.