Nach dem Crash klemmen Türen, der Van fängt Feuer. Ein Feuerwehrmann greift ein – und ist schockiert, dass fast alle anderen nur zusehen.
Eine fünfköpfige Familie verunglückt schwer bei Villach. – Hauptfeuerwache Villach
Das Wichtigste in Kürze
Eine Familie verunglückte auf der A11 bei Villach schwer mit ihrem VW-Van.
Ein zufällig anwesender Feuerwehrmann kämpfte sich durch den Stau und half.
Der Helfer monierte eine fehlende Rettungsgasse und untätige Schaulustige.
Eine fünfköpfige Familie ist auf der A11 bei Villach in Kärnten schwer verunglückt. Ihr VW-Van kam laut Polizei von der Strasse ab, prallte in eine Parkplatzabsperrung und fing kurz darauf Feuer.
Die Türen klemmten, mehrere Insassen waren verletzt und konnten sich nicht selbst befreien.
Feuerwehrmann kämpft sich durch den Stau
Ein Berufsfeuerwehrmann, der zufällig im Stau stand, griff ein. Er bemerkte Rauch, nahm einen Feuerlöscher und einen Erste-Hilfe-Kasten und kämpfte sich durch rund 20 Fahrzeuge.
«Die Fahrzeuge standen kreuz und quer, es gab keine Rettungsgasse», erzählte er der «Kleinen Zeitung».
Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich auf der A11 in Fahrtrichtung Villach. – Hauptfeuerwache Villach
Insgesamt wurden zwei Erwachsene und drei Kinder erstversorgt und in die Spitäler Villach und Klagenfurt gebracht. – Hauptfeuerwache Villach
Die 39-jährige Mutter konnte sich selbst und ihren jüngsten Sohn retten. Ihr Mann auf dem Beifahrersitz war eingeklemmt, zwei weitere Kinder sassen hinten fest.
Ein weiterer Ersthelfer half beim Löschen des Autos, während der Feuerwehrmann ein schwer verletztes Mädchen versorgte. Sie wurde später mit dem Helikopter ins Spital gebracht.
Ersthelfer kritisiert gaffende Autofahrer
Der Feuerwehrmann zeigte sich danach entsetzt über das Verhalten vieler Autofahrer. Obwohl zahlreiche Menschen im Stau standen, hätten nur zwei geholfen – der Rest habe zugesehen.
Wie hätten Sie in dieser Situation reagiert?
1Ich hätte sofort versucht zu helfen.
2Ich hätte den Notruf gewählt und Hilfe organisiert.
3Ich hätte nur geholfen, wenn es für mich sicher gewesen wäre.
4Ich wäre im Auto geblieben.
«Wahrscheinlich haben sie Hunderte Fotos gemacht. Und wenn die Polizei nicht dafür gesorgt hätte, dass sie zur Seite fahren, wäre die Rettung nicht durchgekommen.»
Gegenüber der «Kronen Zeitung» doppelte er nach: «Es hat mich wirklich schockiert, dass kein anderer geholfen hat. Niemand ist ausgestiegen…»