Aus einem Museum auf Sizilien wurden vier Werke des Renaissance-Künstlers Antonello da Messina gestohlen. Diebe haben italienischen Medienberichten zufolge im Museum MuMe in der Stadt Messina die Alarmanlage umgangen und drei der fünf noch vorhandenen Tafeln des San-Gregorio-Polyptychons aus dem Jahr 1473 entwendet. Auch eine Tafel, die die Jungfrau Maria mit dem toten Christus darstellt, sei verschwunden, berichtet die Nachrichtenagentur LaPresse.

Die Museumsdirektorin Marisa Mercurio sagte der Nachrichtenagentur Ansa, der Diebstahl habe sich kurz vor 22 Uhr am italienischen Feiertag Ferragosto ereignet. »Wir sind am Boden zerstört«, sagte sie. Der Diebstahl sei »ein gewaltiger Verlust für das Museum, die Stadt, die Gemeinde und die Kunstwelt«.

»Leichter zu stehlen als zu verkaufen«

Die auf Kunstdiebstahl spezialisierte Analystin Lynda Albertson sagte der italienischen Tageszeitung La Repubblica, die entwendeten Werke hätten einen hohen Wiedererkennungswert. Dies dürfte es den Dieben erschweren, die Werke zu verkaufen. »Einen Antonello zu stehlen, könnte deutlich einfacher sein, als einen zu verkaufen«, sagte Albertson. 

Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei in der norditalienischen Stadt Parma bekanntgegeben, dass drei im März aus einem nahegelegenen Museum gestohlene Kunstwerke von Renoir, Cézanne und Matisse sichergestellt worden seien. Fünf Personen wurden im Zusammenhang mit diesem Diebstahl festgenommen.

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