In der Schweiz regnet es flächenmässig viel – endlich, dürften sich so manche denken. Gerade für die ausgetrockneten Böden bringen die Niederschläge Entlastung. Aber wie viel? Nau.ch hat beim Wetterdienst des Bunds, Meteoschweiz, nachgefragt.

TrockenheitAuch Winterthur blieb vor der Trockenheit nicht verschont. – keystone

«Die aktuell erwarteten Niederschläge in den nächsten Tagen werden in den meisten Regionen nicht ausreichen, um die Trockenheit nachhaltig zu beheben», sagt Meteorologe Urs Graf. Der Regen würde die Trockenheit «höchstens etwas lindern».

Dasselbe gelte auch für die höheren Mengen auf der Alpensüdseite. «Dort kann ab Donnerstag zwar relativ viel Niederschlag fallen. Diese fallen jedoch in recht kurzer Zeit, sodass vieles davon nicht genügend im Boden versickern kann und oberflächlich abfliesst.»

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Was aber braucht es, um der Trockenheit nachhaltig entgegenzuwirken?

Meteorologe Meier sagt: «Am besten für die Natur wäre mässiger (flächiger) Landregen, verteilt über mehrere Wochen, sodass der Boden die Niederschläge aufnehmen kann und auch in tieferen Bodenschichten ankommt.»

Meister Regen auf Alpensüdseite

Auf der Alpennordseite fällt laut Meier «vor allem heute Montag sowie am Donnerstag und Freitag Regen, wahrscheinlich ist auch das kommende Wochenende nicht trocken».

In den meisten Regionen des Flachlands seien 15 bis 30 mm Regen zu erwarten, «mit Gewittern punktuell auch mehr. Am Alpennordhang und in den Alpen können 30 bis 50 mm zustande kommen, auch hier punktuell mehr.»

Den meisten Regen gebe es voraussichtlich aber auf der Alpensüdseite. «Auch wenn die Prognoseunsicherheit noch erhöht ist, sind dort aus heutiger Sicht ab Donnerstag 50 bis 100 mm möglich.»