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Die niederländische Cybersicherheitsbehörde Nationaal Cyber Security Centrum (NCSC) hat Angriffe auf die von Apple in der vorvergangenen Woche gepatchte Sicherheitslücke in seiner macOS-Screen-Sharing-Unterstützung festgestellt. Die Lücke ermöglicht es Angreifern von Außen, ohne Zugangsdaten komplette Macs samt Administrationsrechten fernzusteuern. Allerdings muss das Screensharing (Bildschirmfreigabe oder entfernte Verwaltung) explizit aktiviert und die Maschine aus dem Internet zugänglich sein – etwa mit entsprechenden Port-Weiterleitungen. Schon in der letzten Woche hatte ein Sicherheitsunternehmen mitgeteilt, dass es ihm innerhalb von vier Stunden gelungen war, aus Apples eigenem Patch einen Exploit zu bauen, mit dem sich Maschinen angreifen ließen.

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Auch das BSI samt CERT Bund warnen vor der Lücke

Laut NCSC (niederländische Sprache) hat die Behörde Benachrichtigungen erhalten, dass „bei mehreren Systemen, auf denen Port 5900 aus dem Internet zugänglich“ war, ein „aktiver Missbrauch dieser Schwachstelle beobachtet“ werden konnte. Angreifer hätten Root-Zugriff erhalten und dann einen Krypto-Minter für die Währung Monero installiert. Details dazu, welche Institutionen oder konkreten Nutzer betroffen waren, gab das NCSC zunächst nicht an. Die Behörde empfahl, dringend auf macOS 14.8.9 (Sonoma), 15.7.9 (Sequoia) oder 26.6.1 (Tahoe) zu aktualisieren. „Updates wurden veröffentlicht, die sicherstellen, dass nur gültige Anmeldeinformationen akzeptiert werden.“

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Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) samt CERT Bund in Bonn warnen offiziell vor der Screensharing-Lücke. Dort werden CVSS-Base-Score und CVSS-Temporal-Score mit jeweils Gefahrenstufe „hoch“ genannt – plus die Tatsache, dass ein Remoteangriff möglich ist. Das BSI verweist auch auf die Kollegen des NCSC und ein Advisory auf GitHub.

Schnelles Missbrauchspotenzial durch Reverse Engineering

Unklar ist bislang, wie der nun verwendete Exploit entstanden ist. Das Sicherheitsunternehmen Calif.io hatte zwar schnell einen solchen gebaut und einen Konzeptbeweis (Proof of Concept, PoC) parat, aber zunächst keinen Code publiziert. Allerdings ist es vergleichsweise einfach, mit modernen KI-Systemen ein Reverse Engineering solcher Lücken vorzunehmen, sobald ein Patch publiziert wurde.

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Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um einen Patch für nur eine einzige Lücke handelt, wie das bei macOS 26.6.1 und den beiden anderen Updates gegen das Screensharing-Loch der Fall war. Apple hatte die Gefahr derart hoch eingeschätzt, dass der Konzern ein Update außer der Reihe einschob. In der Nacht zum Dienstag wurde erneut ein größeres Update-Paket publiziert, allerdings fehlen bis jetzt Aktualisierungen für Sequoia und Sonoma.

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(bsc)

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