Das Testspiel gegen die Schweizer Topmannschaft hat den Fischtown Pinguins erste Erkenntnisse in der Vorbereitung auf die neue DEL-Saison gegeben. „Es war ein guter Test, sehr laufintensiv. Genau, wie wir uns das vorgestellt hatten“, befand der Sportliche Leiter der Pinguins, Sebastian Furchner. „Aber es war eben auch nur der erste Test – da kann man noch nicht zu viel erwarten und herauslesen.“

In der spannenden Frage, wie Trainer Alexander Sulzer die neuen Sturmreihen formen würde, gab es erste Aufschlüsse. Parker Tuomie spielte mit Miha Verlic und Lenny Boos – Letzterer dürfte in dieser Reihe als Ersatz für Alex Broadhurst agiert haben, der noch in den USA ist. Andy Miele, CJ Smith und Nico Krämmer spielten zusammen – so wie schon in der vergangenen Saison häufig, nachdem Smith kurz vor Ende der Hauptrunde zu den Pinguins gestoßen war. Christian Wejse spielte im dritten Sturm zusammen mit Colt Conrad und Roman Kechter und im vierten Angriff agierten Alex Friesen, Nino Kinder und Max Görtz. Florian Reinwald war 13. Angreifer.

Im Tor stand Leon Hungerecker. Kristers Gudlevskis fehlt in der Schweiz aus persönlichen Gründen, wie die Pinguins mitteilten. Auch Rayan Bettahar musste wegen einer Verletzung passen. Für den Verteidiger spielte Leon Schulz vom Kooperationspartner Eispiraten Crimmitschau.

Wejse gelingt das Führungstor in Unterzahl

Dem neuen Kapitän Christian Wejse war das erste Tor der Vorbereitung vorbehalten. Der Däne traf in der 10. Minute in Unterzahl zum 1:0 für die Bremerhavener, nachdem Alex Friesen den Puck abgefangen hatte. Der Spielstand war etwas glücklich, denn Lausanne hatte die besseren Chancen. Torhüter Hungerecker hielt gleich mehrfach stark. „Im ersten Drittel hatten wir noch Schwierigkeiten mit dem Timing, wodurch wir einige Eins-gegen-zwei-Situationen gegen uns hatten. Das war ab dem zweiten Drittel besser“, analysierte Furchner.

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Pinguins in einem frühen, gut vorgetragenen Powerplay die Chance zum 2:0. Und kurz nach Ablauf scheiterte Miha Verlic an der Latte (24.). Den Schweizern gelang in der 27. Minute der Ausgleich zum 1:1, als Ahti Oksanen direkt nach einem gewonnenen Bully abzog. Hungerecker war machtlos. Nur 53 Sekunden später führten die Pinguins wieder, weil Phillip Bruggisser mit einem seiner gefürchteten Schüsse von der blauen Linie traf. Erneut aber glich Lausanne aus. Diesmal war Jason Fuchs der Torschütze (33.). Und kurz vor der zweiten Sirene gingen die Schweizer erstmals in Führung, als die Pinguins Michael Fora in Überzahl frei gewähren ließen und dieser aus zentraler Position zum 3:2 traf (38.).

Insgesamt nahmen die Pinguins etwas zu viele Strafzeiten. Im Schlussdrittel mussten sie sogar kurz in doppelter Unterzahl agieren. Lausanne konnte das zunächst nicht nutzen, traf dann aber kurz vor Ablauf der zweiten Strafzeit durch Antti Suomela zum 4:2 (48.). Sulzer nahm drei Minuten vor dem Ende den Torhüter raus – auch diese Situationen gilt es zu üben. Ein weiterer Treffer gelang aber trotz guter Ansätze nicht.

Noch zwei weitere Testspiele in der Schweiz

Die Pinguins sind seit Sonntag im Trainingscamp in der Schweiz. In Yverdon am Neuenburgersee stehen noch zwei weitere Testspiele an: Am Donnerstag gegen HC Ajoie (20.15 Uhr) und am Freitag zum Abschluss gegen HC Fribourg-Gottéron (19.30 Uhr).

Die Statistik


Fischtown Pinguins – HC Lausanne 2:4 (1:0; 1:3; 0:1)


Pinguins: Tor: Hungerecker (Strasen); Abwehr: Bruggisser, Hirose – Byström, Eminger – Abt, Schulz – Jensen, Rausch, Angriff: Tuomie, Boos, Verlic – Smith, Miele, Krämmer – Conrad, Wejse, Kechter – Kinder, Friesen, Görtz – Reinwald


Tore: 1:0 (9:51) Wejse (Friesen) bei 4/5; 1:1 (26:14) Oksanen (Suomela); 2:1 (27:07) Bruggisser (Tuomie); 2:2 (32:33) Fuchs (Vidal); 2:3 (37:40) Fora (Suomela) bei 5/4; 2:4 (47:19) Suomela (Oksanen, Fora) bei 5/4;