Angélique Kidjo, 66, Sängerin aus Benin, hat als erste afrikanische Sängerin einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ in Los Angeles bekommen. Kidjo lebt seit vielen Jahren in Frankreich und singt sowohl in ihren Muttersprachen Fon und Yoruba als auch auf Französisch und Englisch. Bekannt wurde die Sängerin mit ihren Hits „Agolo“ und „We We“. In ihrer mehr als 40-jährigen Karriere gewann sie unzählige Preise, darunter fünf Grammys. Das Time-Magazin bezeichnete Kidjo einmal als „Afrikas führende Diva“. Zur Einweihung erklärte sie: „Wir Afrikaner sind uns oft gar nicht bewusst, was wir der Welt gegeben haben. Ohne uns wäre Musik auf diesem Planeten gar nicht möglich.“

Giovanni Galizia (rechts) wurde in einem Teil der Auflage des „Calendario Romano“ von einem Priester mit Katze (links) vom Titelblatt verdrängt.Giovanni Galizia (rechts) wurde in einem Teil der Auflage des „Calendario Romano“ von einem Priester mit Katze (links) vom Titelblatt verdrängt. Christoph Sator/dpa

Giovanni Galizia, 39, italienischer Flugbegleiter, bekommt als falscher Priester Konkurrenz. Bereits seit 2004 lächelt Galizia als Geistlicher vom Titelblatt des „Calendario Romano“ („Römischer Kalender“), der bei Touristen sehr beliebt ist – die neue Ausgabe für 2027 gibt es in den Läden schon jetzt zu kaufen. Allerdings wird der gut aussehende Sizilianer mit Kurzhaarschnitt hier in einem Teil der Auflage erstmals von einem anderen Model verdrängt: Der neue Mann in Schwarz hat blonde Locken, Dreitagebart und hält eine Katze im Arm. Ob er jemals Theologie studiert hat, ist unbekannt und werde vom Verlag nicht preisgegeben, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur. Galizia hat nie Theologie studiert. Er arbeitet als Steward bei einer spanischen Billig-Fluglinie.

Florian Peljak

Francesco Abbruscato, Präsident des italienischen Alpinklubs CAI Venetien, vergleicht die Dolomiten mit Venedig: Ein immer oberflächlicher werdender Tourismus raube den Bergen ihre Seele, sagte Abbruscato im Gespräch mit dem Blatt Vita. Anlass für den Bericht war ein Vorfall im Val di Fassa (Trentino), wo nach einem Social-Media-Hype Hunderte Touristen die Friedrich-August-Hütte überrannten, auf der Suche nach einem speziellen Süßgebäck, welches sie kosten wollten. Auch international berichteten Medien vom sogenannten „Krapfen-Hype“ in 2000 Meter Höhe, der erst wieder endete, als abschreckende Bilder von wartenden Menschenmassen vor der Hütte gepostet wurden. Laut Südtirol-News versuche der Tourismusverband, den Trend gerade wieder einzufangen, indem man nicht mehr mit Influencern und Food-Bloggern zusammenarbeite. Auch der Alpinist Abbruscato meint: „Wir müssen den Mut haben zu sagen, dass kein Platz mehr ist.“

Patrick Sieber/AFP

Melanie Gradik, 27, Wienerin, findet es ungerecht, dass Frauen für die Benutzung öffentlicher Toiletten zur Kasse gebeten werden, Männer in Urinalen aber oft nicht. Daher habe sie die Stadtverwaltung der österreichischen Hauptstadt verklagt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Laut der „Aktivistin“ verstoße es gegen das Antidiskriminierungsgesetz Wiens, dass Frauen zum Beispiel im Stadtpark 50 Cent zu bezahlen hätten, Männer allerdings kostenlos urinieren dürften. Dies sei „ein Beispiel dafür, wie Frauen im Alltag ungleich behandelt werden“. Entweder sollten öffentliche Toiletten kostenlos sein – oder für alle 50 Cent kosten, wird Gradik zitiert. In Wien gibt es derzeit 170 öffentlich betriebene Toilettenanlagen, von denen rund 140 von Männern kostenlos genutzt werden können. Bei der Wiener Stadtverwaltung hieß es dazu, dass gerade kostenlose Urinale Männer vom öffentlichen Urinieren abhalten könnten.

Bas Czerwinski / Anp/dpa

Rob Jetten, 39, Ministerpräsident der Niederlande, jubelt bei der Hockey-WM gerne auch mal mit Argentinien. Beim 3:1-Sieg seines Landes gegen die Südamerikaner in Amstelveen habe er mit seiner Anwesenheit „ein kleines bisschen“ auch seinen Verlobten, den argentinischen Spieler Nicolás Keenan, anfeuern wollen, erklärte Jetten gegenüber dem TV-Sender NOS. Schon beim ersten Spiel der Argentinier war er vor Ort, gegen Japan (3:0) trug er gar ein argentinisches Trikot. Beim Spiel der Niederlande gegen Neuseeland (5:1) saß der Ministerpräsident dann allerdings wieder im Oranje-Shirt auf der Tribüne. Die Niederlande zählen als Olympiasieger und dreimaliger Medaillengewinner als Favorit bei der WM auf heimischem (und belgischem) Boden. Jetten und Keenan sind seit November 2024 verlobt.