An dem Grossprojekt um das Lonza-Hochhaus sind einige Änderungen vorgenommen worden. So wurde die Einstellhalle um ein Geschoss reduziert.

Redaktion

20. August 2026

So soll das Lindenhofareal in Basel in einigen Jahren aussehen (Bild: zVg)

Die Projektträgerschaft reicht im August 2026 die Baugesuche für das Projekt auf dem Lindenhofareal ein. Das denkmalgeschützte Lonza-Hochhaus wird umfassend saniert und durch zwei neue Hochhäuser ergänzt. In den Neubauten entstehen 215 Mietwohnungen. Ein begrünter, öffentlich zugänglicher Arealkern umfasst den Planungen zufolge Flächen für «Wohnen, Arbeiten und Begegnung». Das Eingabeprojekt, das eine Weiterentwicklung der 2024 präsentierten Projektstudie darstellt, sieht Fotovoltaik in den Neubaufassaden und weniger Parkplätze vor. Die Projektstudie «Lindenhof» von Miller & Maranta ging im November 2024 als Siegerprojekt aus einem Studienauftrag mit sieben Planungsteams hervor.

Das denkmalgeschützte Lonza-Hochhaus bleibt als Hauptsitz von Lonza bestehen. Dessen Erscheinungsbild soll im Zuge der Sanierung bewahrt werden. «Möglichst viele Bauteile werden erhalten und aufgefrischt», schreiben Lonza und Swiss Life Asset Management, die hinter dem Projekt stehen. Für Wärme- und Brandschutz sind eine Dreifachverglasungen, eine erneuerte Dämmung und windstabile Lamellenstoren vorgesehen. Die neue Gebäudetechnik soll unterschiedliche Raumaufteilungen ermöglichen.

Die beiden neu entstehenden Hochhäuser nehmen das Erscheinungsbild des Lonza-Hochhauses auf. «
Gemeinsam bilden die drei Bauten ein sorgfältig abgestimmtes Architekturensemble, in dem jedes Gebäude seine Eigenständigkeit behält», heisst es in der Medienmitteilung. 25 % der Wohnfläche wird preisgünstig angeboten. Hinzu kommen Gewerbe- und Dienstleistungsflächen. Das gesamte Areal wird neu rund 700 Arbeitsplätze bieten. In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen, darunter ein Gastronomiekonzept von Lonza. Die Arealmitte wird verkehrsfrei gestaltet. Zwischen den drei Hochhäusern entsteht ein Freiraum für Bewohner, Beschäftigte und Besucher. Der versiegelte Arealkern wird entsiegelt und begrünt.

Mehr als ein Drittel Parkplätze weniger

Gegenüber der Projektstudie wird die unterirdische Einstellhalle um ein Geschoss reduziert und die
Anzahl Parkplätze für die Mietwohnungen werden verringert. Statt der gemäss Parkplatzverordnung zulässigen 306 Autoabstellplätze sind 190 vorgesehen.

Die Baugesuche für die Sanierung des Lonza-Hochhauses sowie für die beiden Neubauten werden im August 2026 eingereicht. Nach heutigem Planungsstand ist der Sanierungs- und Baustart für 2027 vorgesehen. Gesamtleister ist die HRS Real Estate.

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