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Da ist einem aber mal so richtig der Kragen geplatzt! Bundestagsvize Omid Nouripour (50, Grüne) ging bei Caren Miosga (56) plötzlich auf Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) los. Es ging um im Kriegsgebiet gestrandete deutsche Touristen. Miosgas provokante Frage in einem zuvor aufgezeichneten Interview: „In der Golfregion, zum Beispiel in Dubai, sitzen jetzt Tausende fest. Zu viele, hat der Kanzler heute gesagt, um ihnen helfen zu können. Das heißt, Sie machen jetzt gar nichts für die?“
Wadephul im Abwehrmodus: „Wir machen das, was wir machen können. Wir versorgen sie mindestens einmal am Tag mit Informationen. Das Auswärtige Amt hat allerdings seit sechs Wochen gewarnt. Jeder hat das in den Nachrichten verfolgen können. Und ich habe das in der letzten Woche auch noch einmal verschärft.“

Moderatorin Caren Miosga (56) führte zuvor ein Interview mit dem Außenminister, das aufgezeichnet und während des Talks ausgestrahlt wurde
Foto: IMAGO/HMB-Media
Der Außenminister dann zur aktuellen Lage: „Wir sind mit allen Reiseverkehrsunternehmen im Gespräch. Sie sind ja kommerziell dafür verantwortlich, dass ein Rücktransport möglich ist. Aber alle Mitarbeitenden des Auswärtigen Amtes tun alles Menschenmögliche, um das auch zu gewährleisten.“
Gibt es Evakuierungsflüge in den Iran?
Miosga besorgt: „Planen Sie auch Evakuierungsflüge?“ – Wadephul betont sachlich: „Zunächst möchte ich noch einmal festhalten: Es sind die Reiseverkehrsunternehmen dafür verantwortlich, auch den Rücktransport zu ermöglichen. Zum jetzigen Zeitpunkt muss man versuchen, auf dem Landweg ein Nachbarland zu erreichen, wo noch geflogen wird.“

Bundestagsvize Omid Nouripour (50, Grüne): „Es hilft nicht, viermal zu sagen: Ich habe euch doch gewarnt! Pech gehabt!“
Foto: IMAGO/HMB-Media
Miosgas prompte Zusammenfassung: „Ein Stück weit sind die auch für sich selbst verantwortlich, wenn ich Sie recht verstehe. Sie haben eine Warnung ausgesprochen, und wer dann da hinfährt – bitte schön!“ – Wadephul jetzt doch etwas empathischer: „Naja, in der Tat, es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte. Es sind aber auch viele gestrandet, die zwischengelandet sind. Ich will hier natürlich keine Vorwürfe erheben. Jetzt helfen wir, und wir sind ganz guten Mutes, dass wir doch die Möglichkeit haben, in den nächsten Tagen viele davon nach Hause zu bringen.“
Bundestagsvize Nouripour: Man muss helfen!
Bundestagsvize Omid Nouripour hatte schon die ganze Zeit über empört den Kopf geschüttelt. Jetzt brach es aus ihm heraus: „Sie haben als Bundesregierung einen Eid geschworen, diesen Leuten auch in einer solchen Situation zu helfen!“, wetterte er los. „Und da hilft es nicht, viermal zu sagen: Ich habe euch doch gewarnt! Pech gehabt!“
Im Urlaubsparadies Dubai: Hier stürzt eine Drohne auf das Luxus-Hotel
Quelle: Privat28.02.2026
Die wütende Beschwerde des Grüne-Politikers: „Da muss man helfen, dass die Leute diesen Landweg auch nehmen können! Sollen sich die deutschen Touristen jetzt mit den russischen Touristen in Dubai darum prügeln, wer welches Auto man mieten kann, damit man nach Riad kommt? Das ist absurd! Das ist staatliche Aufgabe!“ Doch da war das Interview mit dem Außenminister schon zu Ende.